1. Faustball-Bundesliga Nord der Frauen

Doppelbelastung

Der stark abstiegsbedrohte Lemwerder TV bestreitet binnen 20 Stunden zwei Spieltage. An diesem Sonnabend genießt er Heimrecht, Sonntag stehen zwei schwere Partien in Schneverdingen auf dem Programm.
21.06.2019, 14:36
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Von Jens Pillnick
Doppelbelastung

Eine gute Vorlage ist die Grundlage für einen erfolgreichen Angriffsschlag. Hier bereitet Darja Kohlwes (links) eine Offensivaktion von Anika Langpaap vor. Die Erstliga-Faustballerinnen des Lemwerder TV sind am Wochenende zweimal im Einsatz, an diesem Sonnabend ab 15 Uhr im SFZ Lemwerder und am Sonntag in Schneverdingen.

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Lemwerder. Die Faustball-Frauen des Lemwerder TV stehen an diesem Wochenende vor einer großen Herausforderung. Zum einen bestreiten sie in der 1. Bundesliga Nord einen Doppelspieltag, zum anderen müssen sie punkten, um die Situation im Abstiegskampf zu verbessern. Trainer Arthur Dick ist gespannt, wie seine Spielerinnen mit der sportlichen Doppelbelastung umgehen, schließlich ist es auch für ihn das erste Mal, dass seine Mannschaft vier Partien binnen 20 Stunden bestreiten muss. „Da muss man auch taktisch spielen und nicht nur bolzen“, gibt er seinen Spielerinnen mit auf den Weg, dass sie mit ihren Kräften haushalten sollen.

Teil eins des Doppelspieltages wird im SFZ Lemwerder absolviert, der Lemwerder TV tritt an diesem Sonnabend ab 15 Uhr gegen Bayer 04 Leverkusen und VfL Kellinghusen an. Leverkusen und Kellinghusen sind die Mannschaften, die bei Betrachtung der Tabellensituation am ehesten in Schlagweite des Schlusslichtes Lemwerder (4:16 Punkte) sind. Der erste Gegner Leverkusen ist mit 8:12 Zählern Sechster, Kellinghusen mit 10:10 Punkten auf Rang fünf platziert. Ein Spieltag, den Arthur Dick angesichts der ungeliebten Uhrzeit und des Drucks als „hartes Ding“ bezeichnet.

„Sehr, sehr schwer“ werde dann das, was am Sonntag folgt. Denn die Spuren, die die Sonnabendspiele hinterlassen, sind nur schwer einzuschätzen. Und die Gegner am siebten Spieltag am Sonntag ab 11 Uhr im Sportzentrum haben es in sich. Zunächst trifft Lemwerder auf den Tabellendritten SV Moslesfehn, danach direkt auf den gastgebenden verlustpunktfreien Tabellenführer TV Jahn Schneverdingen. „Das wird körperlich schwer“, weiß Arthur Dick schon vor dem ersten Ballwechsel in der Lüneburger Heide.

Für eine gewisse Leichtigkeit könnte natürlich ein Erfolgserlebnis sorgen, an dem der LTV zwar oft schnuppert, es sich aber zu selten schnappt. „Wir müssen auch den Abschluss schaffen“, denkt der LTV-Trainer an zahlreiche Sätze zurück, die knapp verloren gingen. Dafür, dass erst zwei Saisonsiege auf der Habenseite zu finden sind, macht Arthur Dick eine Mixtur aus fehlender Erfahrung, Kraft und Konzentration verantwortlich, zu alldem geselle sich auch noch die Drucksituation. Er wünscht sich mehr Geduld und Ruhe, schließlich könne man – und das ist das einzig Positive an der Rolle als Tabellenletzter – nur gewinnen. Und jeder Sieg würde die Chance auf den Klassenerhalt natürlich verbessern. Bis auf Marie Seemann sind beim Lemwerder TV alle Spielerinnen an Bord.

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