Fußball-Landesliga

Ein Bündnis gegen den Rückzug

Der SV Lemwerder setzt mit einer Kräftebündelung und Rückkehrer Tim Weinmann als Zugpferd auf eine Trendwende
06.03.2020, 16:01
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick
Ein Bündnis gegen den Rückzug

Torjäger Tim Weinmann (Mitte) kehrt im Sommer vom SV Komet Pennigbüttel zum SV Lemwerder zurück.

Wiebke Denker

„Ein Neuanfang war ein Thema“, spricht Norman Stamer, der Teamchef des Fußball-Landesligisten SV Lemwerder, jetzt öffentlich über ein Thema, das in der Winterpause diskutiert wurde. Doch mittlerweile ist ein Rückzug vom Tisch, der Fokus richtet sich auf einen Neuanfang in der Bezirksliga und nicht in der 2. Kreisklasse. Der Impuls war die Unterstützung, die die erste Vertretung künftig aus der gerade erst gegründeten zweiten Mannschaft und den A-Junioren erhalten soll. Beim SV Lemwerder will man ganz eng zusammenrücken.

„Wir haben viele Gespräche geführt. Es hat sich ein neuer Zusammenhalt entwickelt“, beschreibt Norman Stamer das interne Miteinander und weist dabei auf die Unterstützung von Bastian Wendorff und Torsten Werner, die für die A-Junioren verantwortlich sind, sowie Louis Serrano und Uwe von Seggern, die eine zweite Herren formiert haben, hin. Zusammenhalt wird aber nicht erst in der Saison 2020/21 ein Thema sein, sondern auch in der laufenden. Schließlich haben mit Florian Radzun und Sandro Iacovozzi kurz vor Ende der Wechselfrist noch zwei Spieler das Landesliga-Schlusslicht verlassen und den Kader geschwächt.

Umso erstaunlicher ist, wie der SV Lemwerder sich nach der Winterpause präsentiert hat. Gegen den TSV Melchiorshausen verlor das abgeschlagene Schlusslicht 0:1, gegen den SV Grohn unter dubiosen Begleitumständen (wie berichtet) nach einer 1:0-Führung in den Schlussminuten noch mit 1:2. „Die Handschrift von Fabian Wilshusen ist bereits erkennbar“, ist Stamer froh, einen Trainer an seiner Seite zu haben, mit dem er sich voll und ganz auf einer Wellenlänge befindet und mit dem er die Trendwende schaffen kann und will. Wobei Trendwende nicht heißen soll, dass der sofortige Wiederaufstieg her muss. „Die Spielklasse ist nicht das Wichtigste“, sagt Stamer, für den die Identifikation mit dem SV Lemwerder und der Spaß an der Sache im Vordergrund stehen.

Um in der kommenden Serie gut aufgestellt zu sein, reichen aber nicht nur warme Worte. Das weiß natürlich auch der neue Teamchef und Ex-Trainer Norman Stamer und vermeldet erste Taten, sprich Namen. So wird Trainer Fabian Wilshusen, dessen Spielerpass beim VfL Stenum liegt, künftig auch wieder für den SV Lemwerder auflaufen. Ebenfalls wieder für den SVL wird ab dem Sommer Tim Weinmann am Ball sein, der sein Gastspiel beim niedersächsischen Bezirksligisten SV Komet Pennigbüttel beendet und in seine sportliche Heimat zurückkehrt. „Eine Identifikationsfigur“, nennt Stamer den 26-jährigen Stürmer, von dem er sich aber nicht nur eine entscheidende Belebung des Offensivspiels verspricht, sondern auch eine Sogwirkung. Stamer: „Die Rückkehr ist ein Zeichen. So können andere jetzt sehen, dass etwas beim SV Lemwerder passiert.“ Tim Weinmann hatte den SVL im Sommer 2018 verlassen und eine neue Herausforderung gesucht.

Zugesagt für die kommende Saison haben zudem der von einem Auslandssemester zurückkehrende Schlussmann Lennart Scholz, Jannik Plaster, Sven Kuhlmann, Tobias Lange und Christoph Gruska. Mit weiteren Spielern aus dem aktuellen Kader befinden sich Fabian Wilshusen und Norman Stamer noch in Gesprächen. Aus dem Umfeld der Mannschaft werden weiterhin Oliver Jung als Torwarttrainer und Jörg Schön als Physiotherapeut zur Verfügung stehen. Der Neuanfang in der Bezirksliga und nicht in der 2. Kreisklasse ist damit auf den Weg gebracht.

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