Faustball-Regionalliga Nord der Herren

Es geht wohl besser in der Fremde

Es ist wie verhext. Da kann der Lemwerder TV in der Hallen-Faustball-Regionalliga Nord der Herren in dieser Saison gleich dreimal zu Hause antreten und gewinnt von sechs möglichen Spielen nur eine Partie.
18.12.2019, 15:05
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Schnell
Es geht wohl besser in der Fremde

Bemühte sich vergeblich: Lemwerders Faustball-Regionalliga-Spieler Daniel Bartelt.

Jörg Suhren

Lemwerder. Es ist wie verhext. Da kann der Lemwerder TV in der Hallen-Faustball-Regionalliga Nord der Herren in dieser Saison gleich dreimal zu Hause antreten und gewinnt von sechs möglichen Spielen nur eine Partie, und zwar gegen den Fünftplatzierten TSV Bardowick (3:2). Auch dieses Mal ging es in den Heimpartien gegen TSV Burgdorf und TuS Empelde in den Entscheidungssatz – doch konnten die Gäste jeweils über einen 3:2-Erfolg jubeln.

Lemwerder TV – TSV Burgdorf 2:3 (11:9, 9:11, 11:9, 10:12, 8:11): Es ging beim letzten Heimspieltag schon nicht gut los. „Leider wurde es zu Beginn versäumt, für die wieder vielen Zuschauer die Tribüne auszuziehen“, meinte der LTV-Mannschaftsführer Patrick Suhren. Gegen die Burgdorfer spielten dann Daniel und Patrick Bartelt im Angriff, Matti Kienast (Mitte) und Florian Martin und Basti Drews in der Abwehr. Verletzungsbedingt blieb Patrick Suhren erst einmal auf der Bank, inklusive Lasse Kienast.

Nach einem Spiel auf Augenhöhe kam bei Lemwerder ein kleiner Einbruch ins Spiel, doch über eine Auszeit rettete sich man zum 11:9-Erfolg. Im zweiten Durchgang war die Annahme gut, doch fehlte die Genauigkeit im Stellungsspiel. „Die Gegner haben die kurzen Bälle auch durchgehend super erlaufen“, so Suhren, der letztlich miterleben musste, dass Burgdorf zum 1:1 ausgleichen konnte (9:11).

Erfolgreicher verlief dann wieder Satz drei. Lemwerder erlaubte sich weniger Eigenfehler. Die Absprache stimmte und Angreifer Patrick Bartelt hatte auch großen Anteil an der 10:5-Führung. Dennoch kamen die Burgdorfer wieder ins Spiel und verkürzten auf 9:10 – doch es folgte der entscheidende Angriff des LTV zum 11:9. In Durchgang vier kam Patrick Suhren für Matti Kienast in die Partie. Nach einem holprigen Start (3:6) ging Lemwerder dank guter Spielzüge wieder mit 8:6 in Front. Nach zu vielen Eigenfehlern konnte Burgdorf letztlich doch noch den 2:2-Ausgleich bejubeln. Es folgte wieder ein Duell auf des Messers Schneide. In der Endphase ließ bei Lemwerder leider die Konzentration etwas nach und das war der Grund für die 2:3-Niederlage.

Lemwerder TV – TuS Empelde 2:3 (11:7, 11:3, 6:11, 9:11, 13:15): Gegen den stärkeren Gegner aus Empelde begann Lemwerder im Angriff mit dem Bartelt-Duo, in der Mitte agierte Matti Kienast und Basti Drews und Patrick Suhren spielten in der Abwehr. Dank einer starken Leistung vom gesamten Team führte man schnell mit 6:2 und tütete den Satz letztlich mit 11:7 ein. Hiernach – Daniel Bartelt tauschte mit Matti Kienast die Position – lief die Mannschaft zur Höchstform auf. „Die Stellungen waren 1a gelegt und somit konnte der Angriff einen Punkt nach dem anderen machen“, freute sich Patrick Suhren nach dem klaren 11:3-Erfolg.

Doch in Durchgang drei war plötzlich die Konzentration weg (1:9). Ein kleiner Lichtblick war aber – Lasse Kienast kam für Patrick Bartelt in den Angriff – dass Lemwerder auf 6:9 verkürzte. „Doch die Power war vergänglich. Somit gaben wir den Satz mit 6:11 ab“, berichtete Patrick Suhren. Der vierte Durchgang war dann auf jeden Fall umkämpfter. Patrick Bartelt kam wieder für Daniel Bartelt ins Spiel und Matti Kienast ging wieder auf die Mitte-Position (9:9). Nach einem weiteren kleinen Einbruch hieß es aus Sicht von Lemwerder 9:11.

„Durchgang fünf war in meinen Augen der bestgespielte Satz mit Zweitliga-Niveau. Die Mannschaften schenkten sich nichts und es wurde um jeden Ball gekämpft (13:13) – dann punktete der Angreifer von Empelde. Somit verlor die Mannschaft auch diesen Satz mit 13:15“, meinte Suhren, der trotz der beiden Niederlagen mit der Teamleistung zufrieden war. „Hätten wir so gespielt, wie im zweiten Spiel, hätten wir gegen Burgdorf gewinnen können. Im Großen und Ganzen müssen wir aber auch mehr an uns arbeiten, um unsere Stärken dauerhaft aufzurufen. Im nächsten Jahr wird wieder angegriffen und so sehe ich positiv in die Zukunft“ (Suhren). Am Sonntag, 12. Januar, stehen die Lemwerderaner das nächste Mal auf dem Prüfstand. Hier treffen sie auf den Ahlhorner SV II und den SV Moslesfehn II.

Lemwerder TV: Daniel Bartelt, Patrick Bartelt, Matti Kienast, Martin, Drews, Suhren, Lasse Kienast.

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