2. Hallen-Faustball-Bundesliga Nord

Es langt wieder zu 2:2 Punkten

Ja, es war schon ein bisschen vogelwild, was sich beim vierten Spieltag in der 2. Hallen-Faustball-Bundesliga Nord der Frauen in der Brettorfer Sporthalle abspielte. Der Lemwerder TV holte 2:2 Punkte.
12.12.2019, 16:02
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Von Olaf Schnell
Es langt wieder zu 2:2 Punkten

Der Faustball-Zweit-Bundesligist Lemwerder TV mit Anika Langpaap (rechts) und Darja Kohlwes holte erneut 2:2 Zähler.

Jörg Suhren

Lemwerder. Ja, es war schon ein bisschen vogelwild, was sich beim vierten Spieltag in der 2. Hallen-Faustball-Bundesliga Nord der Frauen in der Brettorfer Sporthalle abspielte. Zuerst bezwang im vereinsinternen Duell der TV Brettorf III den TV Brettorf II recht klar mit 3:0 (11:7, 11:8, 11:4).

Dann war der Lemwerder TV an der Reihe und wollte unbedingt gegen die TVB-Reserve nachlegen, doch das misslang knapp (2:3). Da das LTV-Team aber sich anschließend gegen Brettorfs Dritte schadlos hielt (3:0), wurden erneut 2:2 Punkte geholt.

TV Brettorf II – Lemwerder TV 3:2 (12:10, 7:11, 11:9, 11:13, 11:2): Betreut vom Trainerduo Sandra Weigt und Arthur Dick – Patrick Bartelt musste aufgrund eines Herren-Heimeinsatzes passen – agierten beim Gast im ersten Satz Anika Langpaap und Darja Kohlwes im Angriff, Saskia Gelhaus im Zuspiel, plus Janika Seemann und Kira Hoffmann in der Abwehr. Anika Langpaap musste auch die Angaben und den größten Teil des Rückschlags übernehmen.

„Wir hatten Startschwierigkeiten auf allen Positionen. Die Körpersprache ließ zu wünschen übrig. Es wurden zu viele Eigenfehler bei den Angaben und dem Rückschlag gemacht, wodurch es sehr schwer war – die Punkte wieder gutzumachen“, meinte der LTV-Coach Arthur Dick nach der knappen 10:12-Satzniederlage.

In dem zweiten Durchgang versuchte man es auf Lemwerder-Seite mit Saskia Gelhaus und Anika Langpaap im Angriff und Darja Kohlwes im Zuspiel. Das LTV-Team trat nun wieder etwas souveräner auf und deckte alle Positionen etwas besser ab. „Durch die Angaben von Saskia wurde Anika entlastet und konnte sich viel besser im Spiel zurechtfinden. Die Abwehr mit Janika Seemann und Kira Hoffmann fing zwar an zu straucheln, dennoch konnten wir zum 1:1 ausgleichen“, äußerte sich Dick.

Mit dieser Aufstellung wurde auch der dritte Satz begonnen. Abstimmungsschwierigkeiten innerhalb der Gäste-Mannschaft verhinderten dann aber die durchaus mögliche 2:1-Führung. „Die Abwehr war nicht mehr sicher hinter dem Ball, oder ist falsch gelaufen. Der Angriff war nicht bissig und konnte keinen Druck auf den Gegner aufbauen. Eine Auszeit sorgte auch für keine Ruhe innerhalb des Teams“ (Dick).

In Sachen Sieg war Lemwerder nun schon etwas in Druck. In der Abwehr kam Maja Stuke für Janika Seemann in die Partie. Da Brettorf II sich auch einige Eigenfehler leistete, blieb der LTV im Spiel – „war aber sehr unruhig auf allen Positionen. Oft fehlte der letzte Schritt, um an den Ball zu kommen. Auch die fehlende Dynamik im Rückschlag sorgte dafür, dass sich das Spiel sehr in die Länge gezogen hat“, berichtete Dick. Am Ende konnte Lemwerder mit etwas Glück zum 2:2 ausgleichen (13:11).

Im Entscheidungssatz probierte das Weigt-Team hiernach viel aus, um ein Happy End zu schaffen. In der Offensive agierten Saskia Gelhaus und Anika Langpaap, für das Zuspiel war Darja Kohlwes verantwortlich – und in der Defensive sollte mit Janika Seemann und Kira Hoffmann möglichst wenig anbrennen. Es brannte dennoch lichterloh aufseiten der Lemwerderanerinnen.

„Wir kamen nicht richtig zum Zuge. Auch wenn der Ball mal nach vorne gebracht wurde, konnte der Angriff den Ball nicht mehr verwandeln“, meinte Dick. Für die letzten beiden Bälle wurde dann Kira Hoffmann rausgenommen – Saskia Gelhaus auf Kira Hoffmanns Position gestellt und für den Angriff kam Insa Stuke rein. Doch es reichte letztlich in dieser Partie nicht mehr zum LTV-Erfolgserlebnis.

TV Brettorf III – Lemwerder TV 0:3 (7:11, 9:11, 6:11): Das Trainerduo Weigt/Dick vertraute gegen Brettorf III auf Insa Stuke (Angaben) und Anika Langpaap (Angriff), Saskia Gelhaus (Zuspiel) und Darja Kohlwes plus Kira Hoffmann (Abwehr). Den Rückschlag machte Anika Langpaap und manchmal auch Saskia Gelhaus aus der Mitte.

„Die Abwehr war stabil und stand immer gut hinter dem Ball. So lief das Spiel deutlich ruhiger und auch der Gegner konnte keinen Druck auf das LTV-Team aufbauen“, äußerte sich Arthur Dick. Logisch, dass auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft in diesem zweiten Spiel besser war. Im zweiten Satz wurde es aus Sicht von Lemwerder etwas knapper, doch letztlich brachte man den 3.0-Sieg sicher nach Hause. „Aus gesundheitlichen Gründen haben wir Marie Seemann in keinem Spiel eingesetzt, waren aber sehr froh, dass sie uns an diesem Spieltag begleitet hat“, ergänzte Dick.

Lemwerder TV: Langpaap, Gelhaus, Kohlwes, Janika Seemann, Maja Stuke, Insa Stuke, Hoffmann, Marie Seemann.

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