Eschhofsiedlung Lemwerder Tempo 30 und Grüninseln

Der Ausschuss für Finanzen und Gemeindeentwicklung in Lemwerder folgt den Vorschägen des Planungsbüros für die Eschhofsiedlung. Was im Detail vorgesehen ist und welche Anträge keine Mehrheit finden.
06.05.2022, 11:47
Lesedauer: 2 Min
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Von Georg Jauken

Der Bau- und Straßenausschuss hatte die Entscheidung vor zwei Wochen vertagt, um den Fraktionen Zeit für interne Beratungen zu lassen. Jetzt war die Aufwertung des Straßenraums im Sanierungsgebiet Eschhofsiedlung erneut Thema, diesmal im Ausschuss für Finanzen und Gemeindeentwicklung. Der sprach sich dafür aus, dem Vorschlag des Oldenburger Landschaftsplaners Jens Gerdes zu folgen, was für die meisten Straßen im Sanierungsgebiet Tempo 30, erneuerte Gehwege von 1,60 bis zwei Meter Breite, Grüninseln und versetztes Parken bedeutet.

Vor der Entscheidung war ein Antrag der FDP gescheitert, die Bolko- und die Thammostraße nicht wie von Gerdes vorgeschlagen zu verkehrsberuhigten Bereichen (Spielstraße) auszubauen und es stattdessen bei der Einbahnstraßenregelung Richtung Eschhofstraße und Tempo 30 zu belassen. Erfolgreich war dagegen ein Antrag von Wolf Rosenhagen (CDU), die von den Eigentümern der meisten Häuser in der Siedlung (Eschhof GmbH und Wohnungsbau Wesermarsch) zugesagte Schaffung von Pkw-Stellflächen auf ihren privaten Flächen durch einen Vertrag abzusichern.

Zusätzlicher Wohnraum

Keinen Erfolg hatte dagegen ein Antrag von Rainer Wohlers (UWG), die von Gerdes vorgeschlagene Verkehrsführung auf dem kurzen Straßenabschnitt der Eschhofstraße zwischen den Einmündungen der Thammo- und der Bolkostraße im Zickzack-Kurs zu verhindern. Der Ausschussvorsitzende Miles Eckert hatte bereits über das Gesamtpaket abstimmen lassen. Der Gerdes-Entwurf war mit großer Mehrheit angenommen.

Eine Mehrheit gab es auch für die Änderung des Bebauungsplans Lemwerder-Ost. Dabei geht es um die Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Ein Investor plant, auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Post im Einmündungsbereich des Bardewischer Rings auf die Straße Breite Fahr ein zweiteiliges Gebäude mit 22 Wohnungen zu errichten. Der Bebauungsplan muss dafür geändert werden.

Grünfläche bleibt erhalten

Etwa ein Viertel des 2559 Quadratmeter großen Grundstücks soll als Grünfläche erhalten bleiben. Die vorhandene Vegetation (Bäume, Büsche, Hecken) muss dennoch großteils weichen. Durch den Erhalt von fünf „wertgebenden älteren Bäumen“ an der Breiten Fahr sowie entlang der Grenze zum Nachbargrundstück am Bardewischer Ring würden die negativen Auswirkungen auf Natur und Landschaft verringert, heißt es in der Begründung zum Bebauungsplan. „Diese fünf Bäume bleiben als landschaftsbildprägende Elemente und als Habitatpotentiale bestehen.“

Die zuvor erhobene Forderung der Grünen nach Stellplätzen für E-Bikes sei ebenfalls umsetzbar, versicherte Dennis Paack für die Gemeindeverwaltung. Auch die am Donnerstag erhobene Forderung der Grünen, in einem Vertrag festzulegen, welche Bäume erhalten bleiben, schien kein Problem. Die Entscheidung für die Änderung des  Bebauungsplans erging mit großer Mehrheit bei einer Enthaltung. Zwei Gegenstimmen kamen von der UWL, die einen derart großen Neubau befürchten, dass nicht genug Platz für die zu erwartenden zusätzlichen Autos bleiben könnte und die Bewohner am Ende die angrenzenden Straßen zuparken könnten.

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