Faustball

Den Sprung zur U18-Weltmeisterschaft geschafft

Lemwerderanerin Mieke Kienast ist den U18-Weltmeisterschaften vom 29. Juli bis 1. August im oberösterreichische Grieskirchen auch als Mannschaftsführerin im Einsatz.
09.06.2021, 16:27
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Von Olaf Schnell
Den Sprung zur U18-Weltmeisterschaft geschafft

Die Lemwerderanerin Mieke Kienast schaffte den Sprung zur U18-WM.

Uwe Kienast

18 Faustballerinnen machten sich große Hoffnungen, zu den U18-Weltmeisterschaften vom 29. Juli bis 1. August ins oberösterreichische Grieskirchen zu fahren. Auch die Lemwerderanerin Mieke Kienast zitterte mit, wurden hier doch noch acht Spielerinnen aus dem WM-Kader aussortiert. 

Auf dem viertägigen Qualifikationslehrgang im fränkischen Segnitz stand bei den insgesamt acht Trainingseinheiten, aufgrund der langen Spielpause, der Fokus fast ausnahmslos auf Trainingsspiele. Letztlich schaffte Mieke Kienast, die beim Ahlhorner SV schon länger im Angriff spielt (1. Bundesliga/Ergänzungsspielerin; 2. Bundesliga/Stammspielerin), den Sprung zur Weltmeisterschaft nach Österreich.

"Diese Qualifikation war für mich schon wackelig, weil wir inzwischen alle auf einem gleichen Niveau spielen und wir uns zuletzt vor sieben Monaten auf einem Lehrgang gesehen haben. Dementsprechend setzten sich nun auch jüngere Spielerinnen durch", äußerte sich die 17-jährige Mieke Kienast nach dem erfolgreichen Event. Die Lemwerderanerin – die für den Angriff berufen wurde – rechnete im Vorfeld zwar schon, dass sie sich qualifizieren würde, weil sie auch schon 2019 mit dem deutschen Team in Hohenlockstedt den EM-Titel gewann.

"Allerdings haben die Trainer gesagt, dass ich auch in der Abwehr spielen kann. Das hat wohl dazu beigetragen, dass ich überhaupt nominiert wurde. Ich finde aber den Schlag schon am besten, aber die Abwehr hat auch ihre Vorteile," sagte die 1,80 Meter lange Kienast, die bei diesem Lehrgang in Segnitz besonders bei den Fitness-Einheiten glänzen konnte.

Die berufenen Spielerinnen wollen sich nun vor der WM eigentlich noch an einem weiteren Wochenende zu einer Trainingseinheit treffen, um weitere  Spielpraxis zu sammeln. Da aber vorher schon auf dem Feld die Bundesliga-Saison beginnt (Start: Sonntag, 20. Juni), steht dieses noch in den Sternen.

"Aber auch die Bundesliga-Einsätze sind für mich eine gute Vorbereitung für die Weltmeisterschaften. In der ersten Ahlhorner Mannschaft geht es für uns ja um die deutsche Meisterschaft, und dafür wollen wir uns unbedingt qualifizieren. Aber da müssen wir erst einmal abwarten, wo wir leistungsmäßig stehen. Wichtig ist auch, dass ich bis zur WM verletzungsfrei bleibe", äußerte sich das LTV-Vereinsmitglied Mieke Kienast.

Nach den Titelgewinnen zuletzt in Brasilien 2014, in Nürnberg 2016 und in den USA 2018 wird Deutschland wie immer als Favorit gehandelt. Aber Mieke Kienast kann sich jetzt nicht nur auf die WM-Teilnahme freuen, sondern wurde vom Trainergespann Katrin Gewinner, Heike Hafer und Hartmut Maus auch noch als Mannschaftsführerin auserkoren.

"Damit hatte ich im Vorfeld überhaupt nicht gerechnet. Da es bei uns in der U18-Nationalmannschaft auch andere super Spielerinnen gibt. Aber ich habe mich natürlich sehr gefreut, als mein Name fiel", sagte Mieke Kienast, die glaubt, dass durch ihre positive Art und das Mitreißen im Spiel sie gewisse Vorteile bei der Wahl hatte.

Die Lemwerderanerin hat übrigens keine Vorbilder. "Es gibt in Deutschland im Erwachsenenbereich viele Topspielerinnen. Da kann man sich jetzt nicht nur auf eine Spielerin festlegen", so Mieke Kienast.

Bei der Weltmeisterschaft hofft nun die Lemwerderanerin natürlich auf einige Einsätze. "Hier treten wir ja als Titelverteidiger an und sind so in der Favoritenrolle. Da wir jedes Jahr eine neue Personenkonstellation haben, ist es immer schwer, alle Spielerinnen auf ein gleiches Niveau zu bringen. Aber das ist bei uns Gott sei Dank momentan nicht der Fall", ergänzte die neue deutsche U18-Mannschaftsführerin.

Info

Der Kader

Angriff: Mieke Kienast (Ahlhorner SV/Kapitänin), Melissa Leopold (SV Düdenbüttel), Jordan Nadermann (Ahlhorner SV), Ricarda Stübbe (TV Vaihingen/Enz)

Zuspiel: Zoe Kleiböhmer (TV Jahn Schneverdingen), Ann-Kathrin Motteler (TSV Gärtringen)

Abwehr: Nina Dotzauer (MTV Rosenheim/Faustball Union Raiffeisen St. Veit im Pongau/Österreich), Kimberly Groß (TV Jahn Schneverdingen), Vivian Krause (SV Energie Görlitz), Mara Zastrow (SV Düdenbüttel)

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