Fußball

Fast-Absteiger trifft starken Aufsteiger

Interessantes Duell zwischen dem SV Lemwerder und dem 1. FC Burg
25.09.2020, 16:07
Lesedauer: 3 Min
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Von Marc Gogol

Bremen-Nord. Die Konstellation ist interessant. Am Sonntagmittag um 13 Uhr stehen sich der wegen des Saisonabbruchs vom Abstieg verschont gebliebene SV Lemwerder und Aufsteiger 1. FC Burg im Derby der Fußball-Landesliga gegenüber. Burg ist mit sechs Punkten aus drei Spielen vielversprechend gestartet, und auch Lemwerder hat schon zwei Zähler verbucht. Das sind genauso viele Punkte, wie der SV Lemwerder in der Vorsaison beim Abbruch nach 19 Spieltagen insgesamt auf dem Konto hatte.

Der noch sieglose SV Türkspor gastiert beim VfL 07 Bremen, DJK Germania Blumenthal beim SC Weyhe und der Tabellenfünfte SV Grohn genießt im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten TS Woltmershausen am Oeversberg Heimrecht.

SV Lemwerder – 1. FC Burg: „Ich peile schon drei Punkte an“, gibt sich Lemwerders Spielertrainer Fabian Wilshusen optimistisch. Nach nunmehr zwei Unentschieden und einer Niederlage wäre laut Wilshusen auch mal ein Sieg nötig, will man den Klassenerhalt schaffen. Mit den zuletzt zweimal siegreichen Burgern stellt sich aber ein starker Gegner in der Wesermarsch vor. „Die haben einen guten Trainer, der seine Jungs gut einstellt“, lobt Fabian Wilshusen den Aufsteiger. Fehlen werden ihm der verletzte Außenverteidiger Tim Kruse-Heidler sowie der rot-gesperrte Kapitän Jannik Plaster. Weiterhin langzeitverletzt ist Mirko Ohlzen.

Weitaus größere Personalsorgen plagen FCB-Trainer Sascha Steinbusch. Alican Bayrak hat Knieprobleme, mit dicken Knöcheln schlagen sich Tim-Tobias Peterßen und Mike Pohnke herum, Ahmet Dogmus hat wieder Leistenprobleme, und Manfred Klein sowie Sergej Awik zwickt es im Oberschenkel. Außerdem ist Torhüter Muammer Eren beruflich verhindert. „Dennoch freuen wir uns auf das Derby und wollen natürlich unsere kleine Serie weiterführen und etwas Zählbares mitnehmen“, äußert sich Sascha Steinbusch. Er hofft, die vielen Ausfälle mit seiner Kaderbreite auffangen zu können.

Sonntag, 13 Uhr, SFZ Lemwerder

VfL 07 Bremen – SV Türkspor: Die Rote Karte gegen Ralf Bela Prieß, die Türkspors Trainer Kemal Kök als Fehlentscheidung bezeichnete, schwächt die Nordbremer einmal mehr. Immerhin hat der bisher an seiner Abschlussschwäche gescheiterte SVT das Toreschießen offensichtlich noch nicht verlernt, wie man bei den beiden Treffern gegen den SV Grohn sehen konnte. Sie halfen am vergangenen Wochenende aber nicht, um eine 2:6-Niederlage abzuwenden. Und nun kommt auf die Burgwall-Elf beim Tabellendritten eine besonders schwere Aufgabe zu, denn die Findorffer haben sich in der zweiten Halbzeit beim 15:0 gegen die DJK Germania Blumenthal in einen Torrausch geschossen.

Sonnabend, 15.30 Uhr, BSA Findorff

SC Weyhe – DJK Germania Blumenthal: Wenig Positives gibt es derzeit aus dem Lager der „Germanen“ zu berichten, denn die Personalsituation hat sich nicht gebessert. Im Gegenteil: Coray Caliskan wird die nächsten acht Wochen wegen eines Bänderrisses nicht zur Verfügung stehen, und Muhammet Bozkurt weilt im Urlaub. „Also werde ich wohl vier oder fünf Anleihen von den Alten Herren machen müssen, die zum Glück schon am Freitag spielen“, sagt DJK-Coach Wolfgang Stedtnitz. Er bleibt aber auch nach dem 0:15 gegen VfL 07 optimistisch, dass seine Mannschaft beim Aufsteiger wieder in die Spur findet.

Sonntag, 12 Uhr, ZSA Weyhe

SV Grohn – TS Woltmershausen: Dieses Top-Spiel so früh zu Saisonbeginn hätten sich die „Husaren“ mit ihrer harten Arbeit in der Saisonvorbereitung und den beiden jüngsten Siegen gegen den SV Türkspor und die DJK Germania Blumenthal redlich erarbeitet, meint SVG-Spielertrainer Jan-Philipp Heine. Er selbst wird aufgrund seines maladen Fußes allerdings nicht auflaufen können, ebenso fehlt weiterhin Torjäger Jannis Kurkiewicz. Dafür kehrt der vielseitig einsetzbare Führungsspieler Keisuke Morikami nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder in die Mannschaft zurück. „Wir wollen es Woltmershausen so schwer wie möglich machen, ich erwarte allerdings einen ganz starken Gegner“, sagt Jan-Philipp Heine. Erwartet werden auch wieder viele Zuschauer auf dem Oeversberg.

Sonntag, 15 Uhr, BSA Oeversberg

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