2. Faustball-Bundesliga der Frauen

Im Aufstiegskampf gut positioniert

Der Lemwerder TV hat mit zwei Siegen die Voraussetzungen für einen Showdown in der 2. Faustball-Bundesliga Nord der Frauen geschaffen.
03.07.2018, 11:03
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick

Lemwerder. Der Lemwerder TV hat mit zwei Siegen die Voraussetzungen für einen Showdown in der 2. Faustball-Bundesliga Nord der Frauen geschaffen. Hart bedrängt vom Ohligser TV und Wardenburger TV (beide 18:6 Punkte) geht Lemwerder als Tabellenzweiter (20:4) und damit aussichtsreicher Kandidat für die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 1. Bundesliga in den letzten Spieltag am Sonntag, 15. Juli. Allerdings: Der Gegner ist dann der punktgleiche Tabellenführer TV Voerde und der steht dem gastgebenden LTV im SFL Lemwerder auch noch in einem Hin- und Rückspiel gegenüber.

„Es wird also noch einmal sehr, sehr spannend“, weiß Patrick Bartelt, der den Lemwerder TV am Wochenende in Spenge gemeinsam mit Arthur Dick betreute. Ein Sieg gegen den TV Voerde ist dann das Minimum, um weiterhin eine Chance auf die Aufstiegsspiele zu haben. Bei zwei Siegen wäre der Lemwerder TV sicher dabei. In den Aufstiegsspielen werden sich die jeweils beiden Erstplatzierten der Staffeln Nord und Ost gegenüberstehen und die beiden Aufsteiger ermitteln. Die Bundesliga-Aufsteiger werden in diesem Jahr turnusgemäß bei einer Spielrunde im Norden (Spielort steht noch nicht fest) gesucht.

Lemwerder TV – Ahlhorner SV II 3:0 (11:8, 11:5, 11:6): „Es war ein Spiel, dem wir nicht unsere Note aufdrücken konnten“, stellte Patrick Bartelt fest und ließ sich vom klaren Resultat nicht blenden. Im ersten Satz missfielen ihm einige Fehler in der Abwehr, im zweiten profitierte der LTV von Fehlern des Ahlhorner SV II und legte den Ball mit dem Wind im Rücken oft zu weit vor. Im dritten Satz war der Coach mit dem Zuspiel und der relativ sicheren Abwehr schließlich zufrieden. Die hohen Temperaturen, der heftige Wind und der extrem trockene und harte Boden machten beiden Mannschaften gehörig zu schaffen. Der LTV bestritt die erste Begegnung mit Andre Besser und Anika Langpaap vorne, Darja Seemann in der Mitte und Janika Seemann sowie Saskia Gelhaus in der Abwehr.

Die Reise nach Spenge hatten vom Lemwerder TV übrigens nicht nur die beiden Trainer Patrick Bartelt und Arthur Dick sowie die Spielerinnen angetreten. Auch Abteilungsleiter und Herrentrainer Uwe Kienast war Augenzeuge des vorletzten Spieltages. Bei ihm schlugen in der Partie gegen Ahlhorn II allerdings zwei Herzen in seiner Brust. Denn in dieser Nachwuchsmannschaft spielt mit der 14-jährigen Mieke seine Tochter, die sich am Tag zuvor noch mit Ahlhorn für die „Deutschen“ der U18 qualifiziert hatte. „Lemwerder hat schon eine starke Abwehr“, erklärte Uwe Kienast, warum die Youngster eine glatte Dreisatzniederlage kassierten.

Lemwerder TV – TuS Spenge 3:0 (12:10, 11:5, 11:5): Der jetzt mit Stephanie Suhren für Andrea Besser an der Angabe spielende LTV hatte im ersten Satz Probleme mit den harten Angaben des Gastgebers. So lief der LTV bis kurz vor Schluss einem Rückstand hinterher, schaffte aber gerade noch die Wende. „Er war kein schöner Satz“, stellte Partick Bartelt fest.

Nach einigen Umstellungen – Darja Seemann ging in die Abwehr, Anika Langpaap in die Mitte und Saskia Gelhaus für den Rückschlag in den Angriff – „lief der Zug“ (Bartelt). Saskia Gelhaus setzte den Gegner mit harten und langen Rückschlägen unter Druck, die Abwehr stand sicher und die Vorlagen für die Angreiferinnen passten jetzt. „Wir haben dem Spiel doch noch unseren Stempel aufdrücken können und nach dem etwas verschlafenen Start verdient gewonnen“, bilanzierte Patrick Bartelt.

Gewinnt der Lemwerder TV am Sonntag, 15. Juli, 11 Uhr, beide Spiele gegen den TV Voerde, hat er die Gewissheit, an den Aufstiegsspielen teilzunehmen. Wenn nicht, befindet er sich noch eine Woche in der Warteschleife, denn die übrigen sechs Mannschaften absolvieren ihre letzten Partien erst eine Woche später.

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