Läufer trotzt Schmerzen

Jan Knutzen läuft in die Top Ten

Er hat auf Zähne gebissen: Jan Knutzen. Der Läufer von der SG akquinet Lemwerder hat beim Metro-Marathon in Düsseldorf den achten Platz belegt.
04.05.2019, 04:34
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Jan Knutzen läuft in die Top Ten

Krönte seine starke Leistung in Düsseldorf: Jan Knutzen. (Symbolbild)

Jan Knutzen

Jan Knutzen von der SG akquinet Lemwerder hat beim Metro-Marathon in Düsseldorf auf ganzer Linie überzeugt. Dieser Marathon bildete den Rahmen für die deutschen Meisterschaften. Jan Knutzen überquerte mit einer Klasse-Zeit von 2:25:31 Stunden die Ziellinie. Der 29 Jahre alte Athlet krönte seine tolle Leistung auf Platz acht als einer der besten zehn deutschen Läufer.

„Begleitet wurde Jan dabei an und auf der Strecke von Dustin Karsch und Nicolai Riechers vom OTB Osnabrück, meiner Frau Renate und von mir“, informierte SGaL-Trainer Karl Spieler. Die Halbmarathon-Marke habe Knutzen in 1:12:28 Stunden mit der Unterstützung der beiden Tempomacher Dustin Karsch und Nicolai Riechers passiert. „Damit war zur Halbzeit schon fast klar, dass es in Richtung Bestzeit gehen kann“, so Spieler. Bei Kilometer 20 schied Karsch als Tempomacher mit Magenproblemen aus dem Rennen aus. Deshalb übernahm Jan Knutzen selbst über vier Kilometer die Initiative. Kurz vor Kilometermarke 30 verabschiedete sich gemäß der Absprache auch Riechers aus dem Rennen. „Beide hatten ihre Aufgabe, Jan vor dem Wind zu schützen und das Tempo zu gestalten, mit Bravour erfüllt“, freute sich Karl Spieler.

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Jan Knutzen war in der Endphase auf sich allein gestellt und lief in einer nationalen Gruppe mit weiteren fünf Athleten in Richtung Ziel. „Es stellte sich nach 38 Kilometern, wie schon beim Halbmarathon in Hannover, aber ein schmerzhafter Druck auf dem Zwerchfell bei Jan ein“, berichtete Spieler. Sein Schützling habe nun seine ganze Lauferfahrung abrufen müssen, um diese Stiche in der rechten Seite abzuwehren. „Jan verlor dadurch 34 Sekunden und musste drei Läufer aus seiner Gruppe ziehen lassen“, teilte Spieler mit. Jan Knutzen unterbot so seine bisherige Bestmarke von 2:25:35 Stunden, die er im Vorjahr ebenfalls in Düsseldorf aufgestellt hatte, knapp.

Potenzial für mehr

„Ich habe erst einmal versucht, ins Rennen zu kommen. Dies gelang mir dank meiner Pacemaker auch. Aber durch die schmerzhaften Stiche ab Kilometer 38 musste ich Tempo rausnehmen, was man auch an den Zeiten ablesen kann. Dennoch bin ich mit dem Rennausgang hoch zufrieden, da ich ohne die kleinen Probleme noch Potenzial habe zu einer schnelleren Zeit“, zog Jan Knutzen eine positive Bilanz.

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Lemwerders Brhane Tsegay startete währenddessen beim 73. Paderborner Lauf über die zehn Kilometer. „Brhane fand sich in einem qualitativ hochwertigen und sehr großen Starterfeld wieder und konnte trotz einer starken Erkältung eine Zeit unter 34 Minuten abliefern“, sagte Karl Spieler. Mit seiner Zeit von 33:54 Minuten belegte Tsegay die 48. Position im Gesamtklassement und in der Männer-Hauptklasse den 31. Platz. „Ich musste bei allen Wasserstellen kurz anhalten und durch meinen trockenen und dicken Hals viel Wasser trinken“, meinte Brhane Tsegay.

Ehepaar Hinz mit guten Zeiten

Beim vierten Airport-Night-Run auf dem künftigen Flughafen Berlin/Brandenburg ging Lemwerders Ehepaar Gunda und Uwe Hinz an den Start. Die Strecke führte in den Abendstunden vom Start-Ziel-Bereich unter dem Terminaldach auf der Vorfahrt über die beleuchtete südliche Start- und Landebahn und einmal um das gesamte Terminal des Flughafens entlang. Auf der komplett ebenen und breiten Strecke erreichten beide gute Zeiten. Während sich Gunda Hinz über die zehn Kilometer in einer Netto-Zeit von 1:11:38 Stunden auf Gesamtrang 1336 bei den Frauen wiederfand, belegte Uwe Hinz in 54:59 Minuten Position 1058 bei den Männern.

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