Faustball-Regionalliga der Männer Lemwerder TV kann doch Fünf-Satz-Siege

Den bitteren beiden 2:3-Niederlagen zum Saisonauftakt ließ Lemwerder nun 4:0 Punkte folgen. Besonders der Erfolg gegen Moslesfehn II im Entscheidungssatz tat der Psyche gut.
18.11.2019, 16:29
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Jens Pillnick

Lemwerder. Der Lemwerder TV hat einen Appetitmacher für die nun folgenden drei Heimspiele am Stück in der Faustball-Regionalliga Niedersachsen der Männer serviert. Eine Woche nach den beiden bitteren Fünf-Satz-Niederlagen gegen Zweitliga-Absteiger TuS Empelde und TSV Burgdorf zeigte das Team von Trainer Uwe Kienast beim zweiten Spieltag in Ahlhorn die richtige Reaktion und setzte sich gegen die zweite Vertretung des Gastgebers mit 3:0 und den SV Moslesfehn II mit 3:2 durch. „Der entscheidende Satz gegen Moslesfehn war ganz wichtig für die Psyche unserer Jungs. Sie können also doch auch im fünften Satz gewinnen“, stellte Uwe Kienast erleichtert fest. Mit 4:4 Punkten ist der Lemwerder jetzt Tabellenvierter.

Lemwerder TV – Ahlhorner SV II 3:0 (11:4, 11:7, 11:6): Da Lasse Kienast sich bei einem Fußball-Punktspiel am Vorabend am Rücken und Matti Kienast sich beim Einschlagen an der Schulter verletzt hatte, reduzierten sich die personellen Möglichkeiten erheblich. Patrick Bartelt (Angabe), Daniel Bartelt (Rückschlag), Patrick Suhren (Mitte), Sebastian Drees und Florian Martin (Abwehr) spielten fast durch, lediglich im fünften Satz der zweiten Partie wirkte der angeschlagene Matti Kienast mit.

Der LTV drückte der Begegnung auf hohem Niveau seinen Stempel auf. „Das war der bisher stärkste erste Satz seit unserer Regionalliga-Zugehörigkeit“, schwärmte Trainer Uwe Kienast. Im zweiten Durchgang ließ sich der LTV vom 1:5-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und riss das Ruder mit variantenreichen und kraftvollen Angaben von Patrick Bartelt herum (10:5). Großen Anteil daran hatte aber auch Sebastian Drees, der dem kurzen Auslauf auf seiner Seite trotzte und schwierigste Bälle entschärfte.

Auch im dritten Satz kam Ahlhorns Zweite besser aus den Startlöchern, doch fünf LTV-Punkte in Folge machten aus dem 3:5-Rückstand eine 8:5-Führung. Nach zwei von Florian Martin stark abgewehrten und von Daniel Bartelt verwerteten Bällen stand der erste Saisonsieg fest. „Die LTV-Fünf harmonierte und spielte wie aus einem Guss“, strahlte Uwe Kienast.

Lemwerder TV – SV Moslesfehn II 3:2 (13:11, 11:5, 7:11, 7:11, 11:8): Der LTV knüpfte nahtlos an die gute Vorstellung der ersten Partie an und ließ sich auch von guten Aktionen des Ex-Nationalspielers Jens Kolb nicht entscheidend beeindrucken. Nachdem aus dem 8:4 ein 9:10 geworden war, zeichnete sich ein Satzverlust ab. Doch die Nerven hielten der Bewährungsprobe stand. „Mit guter Abwehrarbeit und dem flüssigen Übergang in den Angriffsmodus folgten mehrere Punkte zum Satzgewinn“, erklärte Uwe Kienast. Im zweiten Durchgang stellten die Rückschläge für den Lemwerder TV laut Uwe Kienast keine Schwierigkeit dar.

Dass die Partie kein Selbstläufer ist, unterstrichen die Sätze drei und vier. Einerseits nahm Moslesfehn Umstellungen und Auswechslungen vor, andererseits erlaubte sich Lemwerder jetzt ungenaue Angaben und unkonzentrierte Vorlagen. Im fünften Satz musste Patrick Bartelt, der sich bei einer Abstoppaktion eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte, passen. Der angeschlagene Matti Kienast sprang ein.

„Oberste Priorität hatte die Entschärfung der gegnerischen Angabe“, gab Uwe Kienast den Spielern, die in der Folge immer wieder Bälle erhechteten, mit auf den Weg. Die gute Ballannahme von Matti Kienast und die überragende Spielübersicht von Daniel Bartelt machte der Coach als weitere Gründe für die 8:4-Führung aus. Nach dem 8:7 brachte eine Auszeit Ruhe ins Spiel und der LTV fand zu seinem Konzept zurück. Nach dem 9:8 punktete Daniel Bartelt mit einem Longline-Rückschlag zum 10:8 und setzte den Gegner unter Druck. Der versuchte sein Glück mit einer Risikoangabe, die im Aus landete. Fünf-Satz-Sieg für den Lemwerder TV also.

"Für das Team war es ein richtig schönes Gefühl, vier Punkte geholt zu haben. Mit den vier Punkten und starken Leistungen hat der LTV für die drei Heimspieltage am Sonntag, 1. Dezember, Sonntag, 8. Dezember, und Sonntag, 15. Dezember – jeweils ab 10 Uhr im SFZ Lemwerder – beste Eigenwerbung betrieben und hofft auf große Unterstützung von den Rängen. Und vielleicht zeigt der LTV dann ja auch wieder, dass er Fünf-Satz-Spiele gewinnen kann.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+