Fußball-Landesliga Bremen

Lemwerders Derby-Serie in Gefahr

Der SV Lemwerder hat in der vergangenen Saison kein Nachbarschaftsduell verloren. Doch jetzt gastiert DJK Blumenthal im SFZ Lemwerder und tritt nach einem bisher positiven Saisonverlauf mit breiter Brust an.
09.11.2018, 09:14
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Von Marc Gogol
Lemwerders Derby-Serie in Gefahr

Zwei Spiele lang blieb der SV Lemwerder, hier mit Mirko Ohlzen im Angriff, ohne Torerfolg. Jetzt soll der Knoten im Derby gegen DJK Blumenthal platzen.

Christian Kosak

Bremen-Nord. Erfolgserlebnisse, insbesondere in Form von Siegen, benötigen die Nordbremer Vertreter in der Fußball-Landesliga dringend. Das Quartett findet sich inzwischen in der unteren Tabellenhälfte wieder. Allerdings sind die Aussichten an diesem zwölften Spieltag nicht eben vielversprechend. Auf den SV Grohn wartet die nicht gerade einfache Aufgabe bei Tura Bremen, während es der TSV Lesum-Burgdamm gegen Bremen-Liga-Absteiger VfL 07 ähnlich schwer haben dürfte. Einen Sieger könnte es allerdings geben, denn der SV Lemwerder und DJK Germania Blumenthal stehen sich im Derby gegenüber.

Tura Bremen – SV Grohn: Grohns Trainer Celestin Zurek wird nicht seine Optimal-Formation beim starken Tabellensiebten aufbieten können: Jannis Kurkiewicz und Wladislaw Pfeifer sind in Gröpelingen und auch am folgenden Spieltag im Ortsderby gegen den TSV Lesum-Burgdamm noch gesperrt, Dennis Magull ist krank. Angeschlagen sind darüber hinaus Cansin Cetin, Mehmet Kut und Kai Michaelis. Aus dem Urlaub kehren allerdings Shahin Azimi und Shamsedin Amini zurück. „Mit ihnen haben wir mehr Optionen in Abwehr und Mittelfeld“, sagt Celestin Zurek, der sich zudem mehr Mut seiner Akteure beim Spielaufbau wünscht. Auch das Umschaltspiel sollte im Vergleich zu den Partien in den Vorwochen besser laufen. „Wir müssen uns sozusagen in allen Punkten verbessern“, mahnt Celestin Zurek schnellstens eine Leistungssteigerung der „Husaren“ an, wollen die Mannen vom Oeversberg nicht schon wieder mit leeren Händen an denselben zurückreisen. Tura dürfte ein offensiv spielender Gegner sein, der mit zweikampfstarken und sehr ballgewandten Akteuren aufwartet.

Freitag, 19 Uhr, BSA Lissaer Straße

TSV Lesum-Burgdamm – VfL 07: Das 2:3 bei der DJK Blumenthal hat Lesums Trainer Bayram Özkul in einem Aspekt trotz der Niederlage sogar zufriedengestellt. „In der zweiten Halbzeit haben wir das gezeigt, was wir spielen wollten. Da sind wir richtig zur Sache gegangen“, so Özkul, der an diesen Auftritt anknüpfen möchte. „Im ersten Durchgang war das allerdings Arbeitsverweigerung“, fügt der TSV-Coach an. Wäre der Ball bei den Torchancen der Lesumer einfach mal reingegangen, philosophiert Bayram Özkul weiter, hätten die Nordbremer das Spiel sogar drehen können.

Drehen möchten die Heidberger das Geschehen der vergangenen Wochen nun auf eigenem Platz, auch wenn mit den Findorffern der Tabellensechste seine Visitenkarte beim Letzten abgibt. „Ein Unentschieden reicht nicht, wir werden offensiv agieren und auf Sieg spielen“, lautet die klare Ansage von Bayram Özkul. Die Heidberger benötigen den zweiten Dreier der Saison so sehr, um den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht noch größer werden zu lassen. Özkul muss nach derzeitigem Stand lediglich auf Matheus Wild und Neuzugang Carsten Eckinger verzichten. Sein zweiter Neuer, Tom Loeck, ist dagegen dabei und könnte auch erstmals zum Einsatz kommen.

Sonnabend, 14.30 Uhr, Heidberg

SV Lemwerder – DJK Germania Blumenthal: Der Blick auf die Tabelle verwundert. Da liegt die DJK Germania Blumenthal vor dem SV Lemwerder, obwohl die „Germanen“ vor Saisonbeginn eine völlig neue Mannschaft zusammengestellt hatten und gemeinhin als einer der Abstiegskandidaten galten. „Die Tabelle spiegelt die Verhältnisse zurzeit nicht wider“, sagt Norman Stamer, Trainer der Gastgeber. Er nennt aber auch Gründe: „Wenn wir kein Tor machen, können wir auch keine Punkte mitnehmen.“

Gerade die beiden jüngsten 0:1-Niederlagen beim Tabellenzweiten SV Hemelingen und zu Hause gegen den Aufsteiger FC Huchting können als Sinnbild dieser Aussage gelten. Tormöglichkeiten hatte der SV Lemwerder genug, nur verwertet wurde keine. „Jetzt müssen wir den Bock umstoßen und uns für unsere guten Leistungen belohnen“, so Norman Stamer, der aus einem Heimspiel natürlich drei Zähler mitnehmen will. Und dann ist da ja noch diese Serie. In der vergangenen Landesliga-Saison gewannen die Lemwerderaner alle Nordderbys und setzten dies im bisher einzigen Ortsduell beim TSV Lesum-Burgdamm mit einem 5:0-Erfolg fort. Gegen die DJK fehlt beruflich bedingt Torwart Paul-Phillipp Lapsien, für ihn rückt wieder Andrzej Miliszewski zwischen die Pfosten. Nicht zur Verfügung steht außerdem Sean Yannik Windhorst.

Natürlich möchte die DJK da Spielverderber sein und kommt nach dem Derbysieg gegen Lesum mit breiter Brust nach Lemwerder. „Die Punkte kann uns keiner mehr wegnehmen, und wir wollen auch aus diesem Derby drei Punkte mit nach Hause nehmen“, sagt DJK-Trainer Aydin Pekyalcin. „Das, was wir letzte Woche angefangen haben, müssen wir fortsetzen. Organisiert und strukturiert spielen und den Gegner ernst nehmen“, so Pekyalcin weiter. Seine Mannschaft finde sich langsam immer weiter zusammen, sodass sie nun auch vermehrt nach vorne spielt und sich Torchancen erarbeitet. Diese sollen für den nächsten Dreier dann auch genutzt werden.

Bei dieser und auch bei den weiteren Aufgaben nicht mehr dabei sein wird Izzet Bekar, von dem sich DJK getrennt hat. Ansonsten hat Aydin Pekyalcin alle Mann an Bord und nach den Trainingseindrücken eine nach dem Lesum-Sieg gut gelaunte Truppe beisammen. Gespannt ist man in Blumenthal außerdem auf das Wiedersehen mit René Olszak, dem Mittelfeldmann, der bereits bei der DJK gespielt hat und nun für die Gastgeber die Fußballstiefel schnürt.

Sonntag, 14.30 Uhr, SFZ Lemwerder

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