Faustball-Regionalliga LTV-Männer sind voll im Flow

Der Lemwerder TV hat in der Faustball-Arena Ahlhorn stattliche 6:2 Punkte verbucht und die Saison mit 16:12 Zählern als Tabellenfünfter abgeschlossen.
25.06.2019, 15:47
Lesedauer: 3 Min
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Von Jens Pillnick

Lemwerder. „Schade eigentlich, dass die Saison jetzt schon vorbei ist. Unsere jungen Männer waren gerade voll im Flow“, erklärte Uwe Kienast nach dem letzten Spieltag in der Faustball-Regionalliga. Der Trainer des Lemwerder TV freute sich dabei über die in Ahlhorn gezeigte starke Leistung und die erzielten 6:2 Punkte, die für Rang fünf im Endklassement mit insgesamt 16:12 Zählern sorgten. Letzte Zweifel am Klassenerhalt waren damit rechtzeitig ausgeräumt. „Wenn es drauf ankommt, sind die Jungs voll konzentriert und fokussiert“, stellte Uwe Kienast nach einem Spieltag bei tropischen Temperaturen fest, den er für sich als entspannt beschrieb.

Lemwerder TV – TuS Empelde 0:2 (6:11, 5:11): In Erwartung einer Hitzeschlacht wurden Prioritäten gesetzt. Gegen Burgdorf und Bardowick sollte unbedingt gewonnen, gegen Empelde hingegen keine Kräfte verpulvert werden. Dementsprechend kamen in der ersten Partie um 10 Uhr alle Spieler zum Einsatz und Empelde wurde die Spielführung überlassen. Der nahezu fehlerlose Auftritt des Empelder Schlagmannes sowie Probleme mit der Absprache, den Laufwegen und der Annahme beim Lemwerder TV führten dazu, dass wenig Spannung aufkam. Uwe Kienast: „Dieses Ergebnis war für uns vorhersehbar. Es hieß, schnell einen Haken dahinter zu machen.“

Lemwerder TV – TSV Burgdorf 2:0 (11:7, 11:1): Die Marschroute wurde perfekt umgesetzt. Die LTV-Männer legten den Hebel um und ließen vom ersten Ballwechsel an erkennen, dass sich das Schlusslicht keine Hoffnungen machen muss. Die Selbstsicherheit wuchs mit jedem Ballwechsel und führte die mit viel Übersicht spielenden Lemwerderaner über 3:1 und 7:3 zum Satzgewinn. Was dann passierte, war ein Novum in der gesamten Regionalliga-Saison. Der LTV gestattet den Hannoveranern lediglich einen Ballgewinn. Das Abwehrtrio mit Mannschaftsführer Patrick Suhren sowie Sebastian Drees und Matti Kienast entschärfte sämtliche Angaben und vorne punktete Daniel Bartel nach Belieben. „Ob halblang, diagonal, kurz oder longline geschlagen – immer wieder überlistete er das gegnerische Team mit seinen Varianten“, war Uwe Kienast schier begeistert.

Lemwerder TV – TSV Bardowick 2:1 (11:5, 8:11, 11:4): „Mit Bardowick haben wir schon seit der Verbandsliga immer so unsere Schwierigkeiten gehabt“, erwartete Uwe Kienast gegen den Tabellenvorletzten eine Partie, die kein Selbstläufer werden würde. Schließlich hatte der LTV das Hinspiel mit 1:2 verloren.

Trotz der langen Pause zwischen dem zweiten und dritten Spiel und zweimaligem Schiedsrichtereinsatz in Folge, knüpfte der LTV zunächst nahtlos an die Burgdorf-Partie an. Die Mannschaft bewegte sich so gut, dass das variable Angabenspiel der Bardowicker nicht zur Geltung kam. Beim LTV sorgte Patrick Bartelt mit seinen Sprungangaben für Durchschlagskraft, und der erste Satz wurde ungefährdet gewonnen. Die eingangs erwähnten Schwierigkeiten mit Bardowick zeigten sich im zweiten Durchgang. Gegen den Wind und mit einem Bardowicker Ball (Patrick Bartelt: „Ein leichter Flummiball“) spielend, bekam der Gegner Oberwasser und glich über 7:7 mit einem 11:8 aus.

Im Entscheidungssatz schlug Patrick Bartelt mit eigenem Ball wieder präzise und wuchtige Angaben, und die Abwehr setzte Daniel Bartelt perfekt in Szene. „Daniel zeigte seine Iceman-Qualitäten und punktete ganz cool mit Übersicht“, erläuterte Kienast. Bis zum Ball- und Seitenwechsel hatte sich der LTV einen komfortablen 6:1-Vorsprung erspielt und ließ ihn sich auch nicht mehr nehmen. „Die Freude bei den Jungs war groß“, registrierte Kienast.

Lemwerder TV – MTV Hammah 2:0 (11:4, 11:7): Es folgte die Kür. „Das i-Tüpfelchen eines kräfteraubenden, heißen und windigen Spieltages begann um 16 Uhr“, berichtete Uwe Kienast, der auf die Vorliebe des gegnerischen Schlagmannes, vornehmlich über die rechte Seite anzugreifen, reagierte. Der Schachzug, Lasse Kienast für Sebastian Drees aufzubieten, sollte sich auszahlen. Sönke Haark hämmerte die Bälle zwar geradezu auf die Seite von Kienast, doch der entschärfte sie aufgrund seiner immensen Schnelligkeit – auch immer wieder mit Hechtsprüngen. „Wir haben dem gegnerischen Angreifer den Schneid abgekauft“ erklärte Uwe Kienast zufrieden. Vorne schlossen Daniel und Patrick Bartelt die meisten Angriffe durch die Mitte ab, mit 11:4 ging der erste Satz an den LTV.

Der LTV ließ sich von den taktischen Umstellungen beim MTV Hammah nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen. Das Abwehrbollwerk, in dem Matti Kienast den Gegner jetzt mit Direktabnahmen in der Luft die Präsenz demonstrierte, und der Powerangriff des LTV sorgten für ein 11:7. Hammah musste durch diese Niederlage dem TuS Empelde den zweiten Tabellenplatz überlassen. Die nur vom 12. Mai bis zum vergangenen Wochenende dauernde Feldsaison soll beim LTV jetzt noch mit der einen oder anderen Turnierteilnahme verlängert werden, ab Oktober geht es dann wieder in der Hallensaison um Regionalliga-Punkte.

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