Arbeitsmarkt Arbeitsagentur sieht erste positive Zeichen

Die Arbeitsmarktzahlen für die Wesermarsch sind besser als im Vormonat, aber schlechter als im Vorjahr.
01.04.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Georg Jauken

Der Arbeitsmarkt in der Wesermarsch hat sich im März trotz der sich verschärfenden Corona-Pandemie in stabiler Verfassung präsentiert. Wie die Agentur für Arbeit mitteilt, waren im März 3214 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 95 weniger als noch im Februar. Die Arbeitslosenquote belief sich damit auf 6,7 Prozent. Vor einem Monat hatte sie noch 6,9 Prozent betragen. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen sind dem Bericht zufolge allerdings schlechter als vor einem Jahr. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Pandemie im März 2020 gab es 250 Arbeitslose weniger, die Arbeitslosenquote betrug lediglich 6,2 Prozent.

Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen erfasst die Agentur auch jene Arbeitssuchenden, die nach der Definition des Sozialgesetzbuches nicht als arbeitslos gelten, weil sie an einer Weiterbildungs- oder Eingliederungsmaßnahme teilnehmen oder erkrankt sind. Die Arbeitsagentur spricht in solchen Fällen von Unterbeschäftigung, da es um Menschen geht, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Dabei wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Im März belief sich die Zahl der Unterbeschäftigten auf 4058 und lag damit unter dem Wert vom Februar, aber etwas über dem Wert von vor einem Jahr.

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Einige Bewegung gab es bei den offenen Stellen. Die Arbeitgeber meldeten im März 119 neue Stellen. 108 Arbeitsstellen wurden im gleichen Zeitraum abgemeldet, weil sie besetzt werden konnten oder nicht mehr besetzt werden sollten. Insgesamt waren Ende März 643 offene Stellen bei der Arbeitsagentur registriert. Das sind 13 freie Stellen mehr als vor einem Monat, aber 93 (= 12,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Bei den offenen Stellen handelt es sich übrigens in 533 Fällen um sozialversicherungspflichtige Stellen, die die Firmen am liebsten sofort besetzen würden, wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist. Gesucht werden außerdem noch 266 junge Leute für einen der gemeldeten freien Ausbildungsplätze. Zugleich hatten Ende März 287 Interessenten noch keinen Ausbildungsplatz gefunden.

Unklar bleibt, wie weit die Corona-Pandemie Einfluss auf den Arbeitsmarkt genommen hat. Die Kurzarbeit spiele weiterhin eine Rolle, der Lockdown und die spürbaren Unsicherheiten verzögerten Einstellungen und Entscheidungen zu Vertragsverlängerungen, erklärt Christian Berndt, Bereichsleiter in der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. In der Wesermarsch hat sich die Lage insbesondere im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit verändert. Die Zahl der Arbeitslosen in diesem Bereich stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,8 Prozent, die Zahl der offenen Stellen in dieser Branche ging um 42,2 Prozent zurück.

Spuren auf dem Arbeitsmarkt wird die Corna-Pandemie auch in nächster Zeit noch hinterlassen, erwartet Berndt. Er sieht allerdings auch erste positive Zeichen. „Trotz Corona bietet der Arbeitsmarkt Möglichkeiten, wie die Zahl der Menschen, die im März eine Arbeit aufgenommen haben, zeigt.“

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