Wesermarsch in Bewegung

Kugeln werfen am Weser-Radweg

In der Wesermarsch sind binnen kurzer Zeit acht neue Boule-Plätze entstanden, auf denen Einheimische wie Gäste ihre Kugeln rollen lassen können.
12.06.2021, 12:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Georg Jauken
Kugeln werfen am Weser-Radweg

Die neue Boule-Fläche an der Ecke Deich- und Weserstraße in Berne kann ab sofort genutzt werden.

Gemeinde Berne

Berne/Lemwerder. Das Spiel stammt aus Frankreich und hat in den vergangenen Jahren auch hierzulande immer mehr Freunde gewonnen: Boule. Nun sind in der Wesermarsch binnen kurzer Zeit acht neue Boule-Plätze entstanden, auf denen Einheimische wie Gäste ihre Kugeln rollen lassen können. Darüber hinaus wurde ein Boule-Platz in Brake erneuert.

Mit der Bauabnahme in Berne und Lemwerder konnte das Boule-Plätze-Projekt in dieser Woche abgeschlossen werden. Entstanden sind die letzten beiden Boule-Plätze direkt am Weser-Radweg. In Lemwerder hatten sich Politik und Verwaltung für einen Standort im vorderen Teil des Ritzenbütteler Sands entschieden und damit in großem Abstand zu jener Fläche, die der Natur überlassen wurde. In Berne kann ab sofort an der Ecke Deich- und Weserstraße Boule gespielt werden, dort wo bisher schon eine Schutzhütte die Touristen auf dem Weser-Radweg zum Verweilen einlud.

Jeder der genannten Boule-Plätze ist 12,80 mal 7,20 Meter groß und soll mit seinen zwei Bahnen auch ambitionierten Hobbyspielern ausreichend Platz bieten. Die von Betonsteinen eingefassten Spielfelder haben einen mehrschichtigen Unterbau aus Sand und Mineralgemisch erhalten, der ausreichend fest und zugleich wasserdurchlässig sein soll. Abgerundet werden die Plätze durch einige Bänke für die Pause zwischendurch und für etwaige Zuschauer. Wo es sie, wie an der Deichstraße in Berne, nicht ohnehin schon gab, wurden außerdem Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen.

Die Idee, in allen neun Städten und Gemeinden der Wesermarsch einen Boule-Platz anzulegen, entstand im Jahr 2018 und gehört zu den Projekten der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Wesermarsch in Bewegung“, mit denen die Entwicklung der ländlich geprägten Region vorangebracht werden soll. Die Federführung hatte Lemwerders Fachdienstleiter Matthias Kwiske. Die Umsetzung übernahmen der Oldenburger Landschaftsarchitekt Jens Gerdes und der Braker Garten- und Landschaftsbaubetrieb Korpis. Die Finanzierung der Gesamtkosten im Umfang von etwa 220.000 Euro für alle Plätze erfolgte zum Großteil mit Geldern aus dem Leader-Förderprogramm der EU. Der Rest kam aus Eigenmitteln der LAG.

Beim Boule oder auch Petanque-Spiel geht es darum, die eigenen Kugeln so zu werfen, dass sie möglichst nah an einer zum Beginn des Spiels auf das Feld geworfene Zielkugel, dem Cochonnet liegen bleiben. Dabei kann ein Spieler auch versuchen, mit seiner Kugel eine Kugel der gegnerischen Mannschaft wegzuschießen, um einen besseren Platz nah der Zielkugel frei zu machen. Sind alle Kugeln geworfen, wird ausgezählt. Für jede Kugel, die näher an der Zielkugel liegt als die der gegnerischen Mannschaft, gibt es einen Punkt. Gewonnen hat, wer zuerst 13 Punkte erreicht.

Schon im Mai war der Boule-Platz auf einem ungenutzten Spielplatz in Jaderberg fertiggestellt worden. Die weiteren neuen Boule-Pätze in der Wesermarsch sind am Deich in Tossens, am Freizeitbad Störtebeker in Nordenham, am Sportplatz in Reitland, im Bürgerpark Oldenbrok sowie beim Wurplandbad in Elsfleth entstanden. In Brake wurde der Boule-Platz an der Bahnhofstraße neu angelegt.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+