Kapazitätsgrenze erreicht Wesermarsch: Wasserverband bittet um sparsamen Umgang mit Trinkwasser

Eine längere Trockenheit hat nach Angaben des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands dazu geführt, dass die Wasserwerke aktuell an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten. Nun sollen die Bürger Wasser sparen.
21.06.2022, 07:00
Lesedauer: 2 Min
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Wesermarsch: Wasserverband bittet um sparsamen Umgang mit Trinkwasser
Von Julia Assmann

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) bittet die Bürgerinnen und Bürger in der Wesermarsch um einen sorgsamen Umgang mit Trinkwasser. Nach Angaben des Verbands arbeiten die Wasserwerke aktuell an ihrer Kapazitätsgrenze. Hintergrund sei die anhaltende Trockenheit, die sich in der öffentlichen Wasserversorgung bemerkbar mache. "Mit der Abgabe von 275.181 Kubikmetern Trinkwasser haben die Wasserwerke des OOWV am Donnerstag die Grenze der täglichen Aufbereitungsleistung erreicht." Sollte der Wasserbedarf in den kommenden Tagen weiter steigen, könne dieser nur aus den vorhandenen Trinkwasserspeichern gedeckt werden, heißt es vonseiten des Verbands.

„Wir haben genug Wasser für alle, wenn jeder sorgsam damit umgeht“, stellt OOWV-Regionalleiter Olaf Sonnenschein in einer Pressemitteilung klar. Er bittet darum, das eigene Verbrauchsverhalten der Situation anzupassen. „Engpässe lassen sich vermeiden, wenn vor allem auf die Bewässerung des Rasens mit Trinkwasser verzichtet wird. Hilfreich ist es auch, den Wasserverbrauch zu den Spitzenzeiten in den Morgen- und Abendstunden zu reduzieren und das Duschen oder Wäschewaschen beispielsweise auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen“, ergänzt Sonnenschein.

Des Weiteren sollte Poolwasser nicht voreilig ausgetauscht werden. Auch wenn für das Gießen von Obst- und Gemüsebeeten eine gute Wasserqualität erforderlich sei und viele Regentonnen nach der langen Trockenphase bereits geleert sein sollten, bittet der Regionalleiter darum, die Bewässerung mit Trinkwasser auf ein notwendiges Maß zu reduzieren.

Der OOWV fördert ausschließlich Grundwasser, um es in seinen Werken zu Trinkwasser aufzubereiten. Die Wasserabgabe beträgt an üblichen Tagen rund 230.000 Kubikmeter. „Auch in diesem Jahr stellen wir wieder fest, dass die Abnahmen von einem Tag zum nächsten sprunghaft steigen oder fallen können. Diese Veränderung tritt seit zwei bis drei Jahren in immer stärkerem Maße auf“, erklärt Matthias Geib, zuständiger Sachgebietsleiter für den Netzbetrieb beim OOWV. Die Ursache sei ein verändertes Verbrauchsverhalten. „Welche Verbrauchergruppe hier aus welchen Gründen ihre Gewohnheiten verändert hat, können wir aktuell noch nicht nachvollziehen“, so Geib.

Als sicher gelte jedoch, dass sich die Gartenbewässerung massiv auswirkt. "Ein Rasensprenger verteilt bis zu 800 Liter Wasser in nur einer Stunde – dies ist mehr als die sechsfache Menge des Tagesbedarfs eines Menschen." Tipps für einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser gibt es auf der Internetseite www.oowv.de.

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