LTV-Faustspieler Patrick Suhren Einblicke in den Corona-Alltag

Die Kontakteinschränkung ist für Patrick Suhren wohl einer der schlimmsten Probleme. Feiern, essen gehen oder das gemütliche Beisammensitzen mit den Freunden vermisst er sehr.
15.02.2021, 15:42
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Olaf Schnell

Das gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Leben ist coronabedingt seit fast einem Jahr eingeschränkt oder steht gänzlich still. Und jetzt gibt es seit geraumer Zeit auch noch die Aufforderung, ins Homeoffice zu gehen. Wann ist für uns alle wieder Land in Sicht? Wann kann wieder in Hallen und auf Freiluftplätzen Mannschaftssport oder Individualsport in gewohnter Form getrieben werden? „DIE NORDDEUTSCHE“ fragt bei Sportlern, Trainern und Funktionären nach, wie sie die Situation aktuell erleben, wie sie den Weg zurück in die Normalität skizzieren und was sie am meisten vermissen. Heute der Regionalliga-Faustballer vom Lemwerder TV: Patrick Suhren.

Welche Veränderungen hat es in Ihrem beruflichen Alltag in Zusammenhang mit Corona gegeben?

Patrick Suhren: Also als Erstes kann ich von Glück sagen, dass ich von der Kurzarbeit nicht betroffen bin. Da ich handwerklich tätig bin, kann ich natürlich auch kein Homeoffice machen. Es hat sich nur eine Kleinigkeit geändert. Und das wäre, dass wir jetzt auf Schichtarbeit gegangen sind – sprich zwei Wochen früh und zwei Wochen spät.

Corona heißt ja auch: Kaum persönliche Kontakte und weniger Bewegung. Wie gleichen Sie diese beiden Einschränkungen aus?

Die wenige Bewegung wird mit Workouts von zu Hause oder mit Joggen ausgeglichen. Die Kontakteinschränkung ist für mich wohl einer der schlimmsten Probleme. Feiern, essen gehen oder das gemütliche Beisammensitzen mit den Freunden vermisse ich sehr.

Sie verbringen viel mehr Zeit als gewöhnlich zu Hause. Gehören Sie zu denen, die Projekte gestartet haben, die schon lange Mal angegangen werden sollten?

Klar, umso mehr man zu Hause ist, umso mehr Gedanken macht man sich, um sich abzulenken. Gedanken sammelt man und denkt drüber nach, was man auf die Beine stellen könnte. Aber ein richtiges Projekt habe ich nicht gestartet, außer man zählt Ausmisten auch zu einem Projekt.

Nutzen Sie häufig die Möglichkeit, sich Fertiggerichte zu holen oder bringen zu lassen, oder stehen Sie jetzt eher öfter und länger in der Küche und zaubern in aller Ruhe Ihr Lieblingsgericht, wenn ja welches und wie?

Also da ich ja zum Glück noch bei meinen Eltern wohne, bekomme ich das selbst gekochte Essen meiner Mutter serviert. Dementsprechend stehe ich persönlich nicht oft vor dem Herd. Zwischendurch lässt man sich natürlich auch mal was bringen. Zum Beispiel an einem Sonnabend- oder Sonntagabend. Aber es ist nicht mehr geworden.

Welche Rolle spielt bei Ihnen seit Corona die Unterhaltungs-Elektronik?

Da man öfter zu Hause ist, denke ich mal, dass ich definitiv mehr Serien auf Netflix schaue. Konsolen hatte ich schon immer, aber dort bin ich jetzt nicht öfter dran als zuvor.

Wie wird nach Ihrer Einschätzung die zeitliche Rückkehr in die Normalität aussehen?

Ich hoffe ja, dass es zum Sommer hin besser wird und man zumindest wieder halbwegs normal rausgehen kann. Aber um ehrlich zu sagen, denke ich, dass es noch etwas länger dauern wird – bis hier wieder Normalität eintritt. Man kann es nicht sagen. Wir warten einfach ab und lassen uns überraschen.

Worauf freuen Sie sich in der Zeit nach Corona am meisten?

Es gibt viele Dinge: Sport, Freunde treffen und Feiern in der Stadt.

Info

Zur Person

Patrick Suhren (26)

spielt Faustball in der Regionalliga-Mannschaft des Lemwerder TV. Der Abwehrspieler wohnt in Lemwerder und ist seit 15 Jahren Mitglied beim LTV.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+