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Athen
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Lauwarmes Buffet

Karina Skwirblies 21.09.2015 0 Kommentare

Seit einigen Wochen hat am Randes des Schnoor-Viertels das griechische Restaurant "Athen" eröffnet. Die Preise sind moderat und das Essen schmeckt, nur ist es nicht immer heiß genug. Der Lokaltermin.

Das Essen im Athen schmeckt gut und ist frisch, nur das Angebot am Buffet ist leider nicht in allen Fällen heiß genug.
Das Essen im Athen schmeckt gut und ist frisch, nur das Angebot am Buffet ist leider nicht in allen Fällen heiß genug. (Kuhaupt)

Am Rande des Schnoors gibt es noch nicht lange ein neues griechisches Restaurant. Vor drei Monaten hat eine griechische Familie die ehemaligen Senats-Stuben mit 100 Plätzen übernommen und die dunkle Gediegenheit des bürgerlichen Lokals mit hellen griechischen Skulpturen und Wandbildern aufgelockert. Auf dem soliden Mobiliar lässt es sich weiterhin bequem sitzen und speisen. Auch größere Gruppen finden in den großzügigen Sitzgruppen ausreichend Platz.

Mit einem Kollegen laufe ich den kurzen Weg zum Schnoor. Wir bleiben bereits vor der Tür an der ausgehängten Mittagskarte hängen. Das Angebot ist reichhaltig. Es gibt Gerichte aus dem Ofen wie Schweinefleisch mit Kritharaki (griechische Nudeln) für 6,50 Euro oder Moussaka zum gleichen Preis. Wer Fisch bevorzugt, kann zwischen Calamares (6 Euro), Lachsfilet (7,50 Euro) und einer Fischplatte (9,50 Euro) wählen. Das günstigste Gericht ist ein Schnitzel für 4,50 Euro. Diverse Fleischgerichte, in der Regel mit Reis und Krautsalat, erhält der Gast zu Preisen bis zu 10,50 Euro für das Rinderfilet. Außerdem gibt es von Montag bis Freitag ein Mittagsbüfett für 8,90 Euro. Das sind alles in allem sehr moderate Preise, die auf der Abendkarte nicht viel höher ausfallen.

Salatbar hält so einiges bereit

Das Angebot höre sich schon einmal ausgezeichnet an, befinden wir und treten ein. Es haben schon diverse Gäste an den Tischen Platz genommen, und während wir speisen, kommen immer wieder neue hinzu. Wir werden von zwei freundlichen, jungen Männern bedient, die immer höflich und meist auch schnell zur Stelle sind.

Während ich mich für das Büfett entscheide, bestellt mein Kollege den Skiathos-Teller (6,90 Euro), der aus einem Souflaki, Gyros, Reis und Krautsalat besteht. Im Handumdrehen stehen kleine Brötchen und Kräuterbutter vor meinem Begleiter auf dem Tisch, ich hole mir das Gleiche vom Büfett. Außerdem nehme ich einen Teller Suppe mit, die in einem Topf vor sich hin kocht. Es ist eine typisch griechische Reissuppe mit Schweinefleischbällchen. Dicke Fettaugen schwimmen auf der Suppe. Die Brötchen und die Kräuterbutter sind sehr schmackhaft, die Suppe ist etwas zu fett und zu salzig. Die Fleischbällchen sind dagegen etwas fad geraten.

Weiter geht es bei mir mit Salat. Die Salatbar hält so einiges bereit. Ich freue mich, dass es nicht so voll ist im Athen, denn für einen großen Andrang ist das Büfett nicht geeignet. Zu schmal ist der Gang zwischen der Salatbar und dem Tresen mit den warmen Speisen.

Die Salatbar bietet Bohnensalat, Feta, Zaziki, Zucchini, Krautsalat, gebratene Auberginen und Tomaten, grünen Salat und einiges mehr. Alles sieht frisch aus und erweist sich beim Essen auch als solches. Der Krautsalat ist nicht zu sauer, der Bohnensalat besteht aus verschiedenen Bohnensorten und ist mit Karotten und Kräutern angereichert. Das Zaziki ist mild und auch die anderen Vorspeisen sind mit Sorgfalt zubereitet.

Das Essen schmeckt annehmbar

Während ich noch bei den Vorspeisen bin, erhält mein Kollege nach rund fünf Minuten seinen Skiathos-Teller. Der ist reichhaltig und sieht appetitlich aus. Erfreulich ist, dass der mit der üblichen Tomatensoße servierte Reis recht körnig ist. Der Krautsalat ist genauso schmackhaft wie der am Büfett. Das Gyros ist ausgesprochen zart und saftig und mit einer leckeren Soße zubereitet. Das Souflaki, ein Schweinefleischspieß, ist gleichfalls zart, aber wenig würzig. Das Essen meines Kollegen wird heiß serviert und schmeckt insgesamt annehmbar, wenn auch nicht herausragend.

Leider muss ich feststellen, dass die Speisen am Büfett fast alle nur noch lauwarm sind, was dem Geschmack erheblich schadet. Das Moussaka ist hervorragend zubereitet, aber in lauwarmem Zustand nahezu ungenießbar. Die Bratkartoffeln sind hingegen zu weich, die Gigantes (gebackene Riesenbohnen in Tomatensoße) nahezu kalt und dementsprechend nicht besonders lecker.

Ausgezeichnet ist das mit Tomaten und Peperoni in Sahnesoße überbackene Gyros. Es ist noch angenehm temperiert und ein Genuss. Die Leber ist zart und mit reichlich Zwiebeln versehen, leider aber nicht heiß genug. Ein annehmbarer Schokoladenpudding rundet das Essen ab. So leidet das ganze Büfett, trotz aller Kochkunst der Küche, an der mangelnden Temperatur. Empfehlenswert sind im Athen zur Mittagszeit deshalb doch eher die Speisen à la Carte.

Athen, Tiefer 8, 28195 Bremen, Telefon: 24366505.

Getränkepreise: Kaffee 2 Euro, Wasser (0,25 l) 2 Euro, Softdrinks (0,2 l) 2 Euro, Bier (0,33 l) 2,50 Euro, Wein (0,2 l) ab 3,50 Euro.


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