Drogenfahnder von Zoll und Polizei vermasseln Dealern die Ernte 17 große Cannabis-Plantagen

Hannover (wk). Der illegale Anbau von Cannabis in Niedersachsen bereitet der Polizei nach wie vor große Sorgen. Neben Dutzenden kleinerer Anpflanzungen seien in diesem Jahr 17 professionell betriebene Indoorplantagen mit bis zu 999 Pflanzen entdeckt worden, sagte Frank Federau, der Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) in Hannover.
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Von WESER-KURIER

Der illegale Anbau von Cannabis in Niedersachsen bereitet der Polizei nach wie vor große Sorgen. Neben Dutzenden kleinerer Anpflanzungen seien in diesem Jahr 17 professionell betriebene Indoorplantagen mit bis zu 999 Pflanzen entdeckt worden, sagte Frank Federau, der Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) in Hannover. Drei waren sogenannte Profi-Plantagen mit jeweils mehr als 1000 Gewächsen.

Indoorplantagen seien in Niedersachsen vor etwa zehn Jahren erstmals in nennenswertem Umfang entdeckt worden, sagte Federau. Damals hatten die Niederlande den Fahndungsdruck auf die Drogenanbauer verstärkt, sodass diese teilweise nach Deutschland auswichen. Zunächst sei Cannabis in Niedersachsen in nennenswertem Umfang nur im grenznahen Bereich zu den Niederlanden angebaut worden, sagte Federau. Inzwischen sei das ganze Bundesland von diesem Kriminalitätsphänomen betroffen.

Die Drogen-Produzenten werden nach Erkenntnissen der Polizei immer professioneller. Ihre Anlagen, die oft in Kellern, auf Dachböden oder in leer stehenden Gebäuden untergebracht sind, werden oft nur zufällig entdeckt, zum Beispiel, weil es gebrannt hat oder weil ein technischer Defekt repariert werden musste.

Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl der in Norddeutschland aufgespürten Cannabis-Plantagen gegenüber 2011 von 70 auf 73 gestiegen. Rund 10000 Pflanzen stellte die Polizei sicher. Ähnlich war die Entwicklung in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Für den verbotenen Anbau der Droge werden Keller, Dachböden, Wohnungen und Lagerhallen genutzt.

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