Seit fünf Jahren auf Raubzug 20 Hinweise zu Ex-RAF-Terroristen

Nach den Berichten über weitere Raubüberfälle von drei mutmaßlichen Ex-RAF-Terroristen geht die Polizei neuen Spuren nach. Beim Landeskriminalamt (LKA) in Hannover seien gut 20 Hinweise eingegangen.
08.06.2016, 14:56
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Nach den Berichten über weitere Raubüberfälle von drei mutmaßlichen Ex-RAF-Terroristen geht die Polizei neuen Spuren nach. Beim Landeskriminalamt (LKA) in Hannover seien gut 20 Hinweise eingegangen, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Allerdings befinde sich darunter nach einer ersten Bewertung keine heiße Spur. Am Dienstag hatten das LKA und die ermittelnde Staatsanwaltschaft Verden mitgeteilt, dass die untergetauchten Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette seit 2011 mindestens acht Raubüberfälle verübt haben, sieben davon in Niedersachsen. Dabei fielen ihnen bis zu 400 000 Euro in die Hände.

Möglicherweise habe das Trio noch weiter Überfälle begangen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Lutz Gaebel: "Wir prüfen Tatzusammenhänge." Einzelheiten nannte Gaebel nicht. Die Verdener Strafverfolgungsbehörde hatte die Ermittlungen übernommen, nachdem die Gesuchten am 6. Juni vergangenen Jahres einen Geldtransporter in Stuhr bei Bremen verübt hatten. Dabei machte das Trio allerdings keine Beute.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon, dass Staub, Garweg und Klette sich mittlerweile in Geldnot befinden. Deshalb seien weitere Taten zu befürchten.

Für Hinweise, die zu einer rechtskräftigen Verurteilung der drei Gesuchten führen, hat ein Geldtransportunternehmen eine Belohnung in Höhe von 20 000 Euro ausgesetzt. Ob und wie dicht die seit Monaten tätigen Zielfahnder der niedersächsischen Polizei dem Trio derzeit auf den Fersen sind, wurde nicht bekannt.

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