Lüneburg

Anklage fordert lebenslange Haft

Lüneburg. Im Mordprozess vor dem Landgericht Lüneburg gegen einen Zeitungsboten wegen des gewaltsamen Todes eines Kunden hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. In seinem Plädoyer beantragte Oberstaatsanwalt Frank Padberg am Dienstag wegen Bedrohung zusätzlich weitere sechs Monate Haft.
10.01.2018, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Lüneburg. Im Mordprozess vor dem Landgericht Lüneburg gegen einen Zeitungsboten wegen des gewaltsamen Todes eines Kunden hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. In seinem Plädoyer beantragte Oberstaatsanwalt Frank Padberg am Dienstag wegen Bedrohung zusätzlich weitere sechs Monate Haft. Der 42 Jahre alte Bote soll im vergangenen April in Lüneburg einen 51-Jährigen vor dessen Haus mit mehreren Messerstichen getötet haben. Ein Sohn des Opfers hielt ihn anschließend so lange fest, bis die Polizei eintraf. Dabei soll der Bote den Mann und zwei weitere Angehörige mit dem Tod bedroht haben.

Ob es bei der Eskalation des Streits um die Zustellung des Wochenblattes gegangen ist, lasse sich nicht mehr feststellen. Der Austräger hatte sich in dem Verfahren auf Notwehr berufen. Er sei von dem späteren Opfer getreten und geschlagen worden. Dafür sah die Anklage keine Belege. Vielmehr habe der Bote von hinten auf den Mann eingestochen, um ihn zu töten. „Er ist somit eines heimtückischen Mordes überführt“, sagte Padberg.

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