Verband weist Tierarzneimittel nach Antibiotika im Grundwasser

Oldenburg. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat nach eigenen Angaben bei Grundwasser-Untersuchungen im Landkreis Cloppenburg erstmals Antibiotika gefunden. Im Labor sei Sulfadimidin nachgewiesen worden, das ausschließlich als Tierarzneimittel verwendet wird, teilte OOWV-Sprecher Gunnar Meister mit.
07.11.2014, 00:00
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Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat nach eigenen Angaben bei Grundwasser-Untersuchungen im Landkreis Cloppenburg erstmals Antibiotika gefunden. Im Labor sei Sulfadimidin nachgewiesen worden, das ausschließlich als Tierarzneimittel verwendet wird, teilte OOWV-Sprecher Gunnar Meister mit. Das Medikament sei in Thülsfelde in drei oberflächennahen Messstellen mit einer Tiefe von zehn Metern gefunden worden. Für das Trinkwasser bestehe keine Gefahr.

Bislang galt das Grundwasser im Verbandsgebiet des OOWV als frei von Tierarzneimitteln. In den vergangenen Jahren habe der OOWV umfangreiche eigene Untersuchungen angestellt, die allesamt ohne Befund geblieben seien. Der OOWV hat die Ergebnisse der Untersuchungen dem niedersächsischen Umweltministerium mitgeteilt. Umweltminister Stefan Wenzel reagierte besorgt: „Die Funde des OOWV belegen leider, was bereits eine Studie des Umweltbundesamtes Ende 2013 angedeutet hat: Bei ungünstigen Standortverhältnissen und häufigem Wirtschaftsdüngereinsatz kann es zum Eintrag von Tierarzneimitteln ins Grundwasser kommen. Diese Stoffe gehören definitiv nicht ins Grundwasser, auch nicht Spuren.“ Das Land werde eigene Grundwasseruntersuchungen anstellen, kündigte Wenzel an.

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