Niedersachsen Arzneikosten: Ärzten droht Strafe

Hannover. Die Kassenärzte in Niedersachsen müssen angesichts steigender Arzneimittelausgaben mit einer Strafzahlung in Millionenhöhe rechnen. Die Ausgaben sollen 44 Millionen höher sein als im Vorjahr.
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Die Kassenärzte in Niedersachsen müssen angesichts steigender Arzneimittelausgaben mit einer Strafzahlung in Millionenhöhe rechnen. Wie der Verband der Ersatzkassen (vdek) am Dienstag in Hannover mitteilte, lagen die Ausgaben für Medikamente nach einer ersten Hochrechnung zum Stichtag 30. September bei 1,945 Milliarden Euro und damit um 44 Millionen Euro (2,33 Prozent) höher als im Vorjahr.

Die Kassenärztliche Vereinigung hatte sich verpflichtet, eine Strafe in Höhe von fünf Millionen Euro zu zahlen, wenn der Zuwachs in Niedersachsen die bundesweiten Steigerungen von 1,94 Prozent deutlich übersteigt. Endgültig entschieden über mögliche Regresszahlungen wird Mitte 2013.

"Es ist richtig, dass wir in diesem Jahr auf eine Regresszahlung hinsteuern, da die Ausgaben wohl höher ausfallen als vereinbart", sagte Detlef Haffke von Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen. (KVN). Dies sei dann die erste Strafzahlung seit vier Jahren.

Der Verband betonte aber, Patienten müssten wegen der möglichen Regressforderungen an die Ärzte jetzt nicht befürchten, notwendige Medikamente nicht verschrieben zu bekommen.

Neben der KVN droht generell allen Ärzten eine Strafe, wenn sie zu viel behandeln oder verschreiben und ihr Ausgabevolumen mehr als 25 Prozent über dem Bundesschnitt liegt. "Das kann dann in die Millionen gehen und schnell das Ende einer Praxis bedeuten", kritisierte Haffke. (dpa)

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