AUS DEM NOTIZBLOCK Neue Zeiten

Die Ruhe ist vorbei. Mit dem Ende der Schulferien in der nächsten Woche nimmt auch Niedersachsens CDU/FDP-Kabinett seine Regierungstätigkeit wieder voll auf. Besonders gefragt ist
13.08.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von PETER MLODOCH

Die Ruhe ist vorbei. Mit dem Ende der Schulferien in der nächsten Woche nimmt auch Niedersachsens CDU/FDP-Kabinett seine Regierungstätigkeit wieder voll auf. Besonders gefragt ist

dabei natürlich Kultusminister Bernd

Althusmann (CDU). Und diesmal nicht

wegen der Vorwürfe um seine Doktor-

arbeit, sondern als oberster Herr über

Lehrer und Schüler. Gleich am Montag will er gemeinsam mit ADAC und Verkehrswacht für einen sicheren Schulweg von ABC-Schützen werben. Am Mittwoch darf Althusmann dann zum neuen Schuljahr traditionell die Statistiken zu Unterrichtsversorgung und Klassengrößen präsentieren. Die Zahlen, so ist bereits zu hören, fallen ganz ordentlich aus. Althusmann dürfte also endlich mal wieder Grund zum Strahlen haben.

Alle Unkenrufe waren unbegründet. Vor ergiebigen Regengüssen und eisiger Kälte hatte der Sprecher des Agrarministeriums gewarnt - und für die Informationsfahrt

seines Chefs Gert Lindemann (CDU) in die Wälder der Südheide dringend warme Klamotten und wasserfestes Schuhwerk empfohlen. Doch es blieb trocken, es schien sogar meistens die Sonne. "Dafür haben wir von 406 gesorgt", meinte Ministerialrat und Diplom-Forstwirt Horst Buchalsky

bestens gelaunt. 406, hinter dieser Zahl verbirgt sich das für die niedersächsischen Wälder zuständige Referat im Agrar-

ressort. Alle Gerüchte, für das gute Wetter in Niedersachsen sei allein Umweltmi-

nister Hans-Heinrich Sander (FDP) zu-

ständig, wies der Referatsleiter damit

fröhlich zurück.

Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) ist für seine klaren und

oft auch harten Worte ebenso bekannt

wie berüchtigt. Da verwunderte es dann doch, dass er sich jetzt aus der Diskussion um die Pkw-Maut heraushielt. Als Alter-

native hatte Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) eine höhere Mineralölsteuer vorgeschlagen. Zu bundespolitischen Themen wolle er sich nicht äußern, ließ Finanz-

minister Möllring über seine Sprecherin verkünden. Das ungewohnte Schweigen ihres Chefs begründete die Frau mit einer philosophischen Weisheit: "Die Zeiten

ändern sich und die Menschen darin auch." Dieses Zitat konnte freilich nicht verhindern, dass Möllrings Zurückhal-

tung in der politischen Szene als das verstanden wurde, was es war: eine klare

Ablehnung der Position seines Koalitionspartners Bode.

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