br Bauern können über Kampagne nicht lachen

Hannover. Eine offenbar spaßig gemeinte Kampagne des Bundesumweltministeriums hat bei den niedersächsischen Landwirten große Empörung ausgelöst. „Wir sind gern bereit Anregungen aufzunehmen, aber nicht auf diesem Niveau“, sagte die Sprecherin des Landvolks Niedersachsen, Gabi von der Brelie, am Samstag.
05.02.2017, 00:00
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Bauern können über Kampagne nicht lachen
Von Michael Lambek

Hannover. Eine offenbar spaßig gemeinte Kampagne des Bundesumweltministeriums hat bei den niedersächsischen Landwirten große Empörung ausgelöst. „Wir sind gern bereit Anregungen aufzunehmen, aber nicht auf diesem Niveau“, sagte die Sprecherin des Landvolks Niedersachsen, Gabi von der Brelie, am Samstag. Die elf „Neuen Bauernregeln“ sollen in 70 deutschen Städten plakatiert werden. Unter anderem wurde im Auftrag des Umweltministeriums gereimt: „Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt.“ Oder: „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte seine Kollegin im Umweltressort, Barbara Hendricks (SPD), am Freitag aufgefordert, die Kampagne zu beenden und sich bei den Landwirten für den Imageschaden zu entschuldigen. Niedersachsens Landvolkpräsident Werner Hilse forderte ebenfalls einen Stopp der „diffamierenden Kampagne“. Information werde hier zum Wahlkampf umgemünzt, und dafür trage der Steuerahler auch noch die Kosten, kritisierte Hilse.

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