Hannover

Bezahlbarer Wohnraum für Obdachlose gefordert

Hannover. Der Mangel an kleinen preisgünstigen Wohnungen verschärft nach Ansicht von Experten das Problem der Obdachlosigkeit in Niedersachsen. „Wir könnten viel mehr Leute von der Straße holen, wenn es genügend Wohnraum für sie gäbe“, sagte der Sozialpädagoge Ulrich Friedrichs am Montag.
04.11.2014, 00:00
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Der Mangel an kleinen preisgünstigen Wohnungen verschärft nach Ansicht von Experten das Problem der Obdachlosigkeit in Niedersachsen. „Wir könnten viel mehr Leute von der Straße holen, wenn es genügend Wohnraum für sie gäbe“, sagte der Sozialpädagoge Ulrich Friedrichs am Montag. „Ohne Wohnungen haben wir keine Chance.“ Friedrichs ist Geschäftsführer der Zentralen Beratungsstelle für Wohnungslose in Niedersachsen (ZBS), die am Montag in Hannover ihr 30-jähriges Bestehen feierte. Sie wird gemeinsam von den kirchlichen Sozialwerken Diakonie und Caritas getragen. Auf dem Wohnungsmarkt gebe es heute eine starke Konkurrenz um preiswerten Wohnraum für Alleinstehende, erläuterte der Experte vom Caritasverband. „Unsere Klientel zieht in Konkurrenz mit anderen Alleinstehenden meist den Kürzeren.“ Es müsse deutlich mehr sozialen Wohnungsbau geben, forderte Friedrichs. Laut ZBS leben in Niedersachsen rund 6400 Wohnungslose.

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