Verden

Bremer trocknen den Halsebach aus

Verden. Beim Trinkwasser ist Bremen auf Importe angewiesen. Rund 80 Prozent kommen aus dem niedersächsischen Umland, insgesamt sind das rund 33 Millionen Kubikmeter.
19.01.2018, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Bremer trocknen den Halsebach aus
Von Anna Zacharias

Verden. Beim Trinkwasser ist Bremen auf Importe angewiesen. Rund 80 Prozent kommen aus dem niedersächsischen Umland, insgesamt sind das rund 33 Millionen Kubikmeter. Acht Millionen davon liefert das Wasserwerk Panzenberg in Verden. Mit der weiteren Genehmigung für die dortige Förderung tut sich der Landkreis Verden allerdings schwer, denn sie sorgt nachweislich für die Austrocknung des Halsebaches bei Verden. Umweltschützer kritisieren die zu hohe Wasserentnahme seit Jahren.

Der Verdener Trinkwasserverband (TV) hat nun zusammen mit Vertretern der Bremer Wesernetz (swb) und des Senators für Umwelt über die Ergebnisse der Suche nach Alternativen informiert. Doch die sind offenbar rar gesät. Die Pläne, Weserwasser aufzubereiten, wurden als nicht durchführbar eingestuft. Das Ziel sei jetzt, eine Million Kubikmeter Wasser anderweitig zu beziehen. Welche Quelle dabei angezapft werden solle und wann sich das umsetzen ließe, stehe noch nicht fest. „Die Förderung ist für Bremen unerlässlich“, sagte TV-Geschäftsführer Stefan Hamann. Lediglich bei der Menge gebe es Spielraum: „Wir können Bremen nicht im Regen stehen lassen.“

Parallel zu der Suche der Bremer nach ­Alternativen haben die Verdener über eine Verlegung von Brunnen nachgedacht. Ein Geologe kam dabei allerdings zu dem Schluss, dass dies keine positiven Effekte auf den Zustand der austrocknenden Halse hätte. Beim Landkreis Verden wartet man jetzt auf die nötigen Zahlen und Fakten, um trotz der ökologischen Schäden möglicherweise eine Ausnahmeregelung erteilen zu können.

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