Marco Mohrmann (CDU) direkt gewählt

Bremervörde bleibt schwarz

Der Wahlkreis 54 Bremervörde wird auch künftig von einem direkt gewählten CDU-Abgeordneten im Landtag vertreten. Marco Mohrmann bekam 50,5 Prozent der Erststimmen, SPD-Mann Bernd Wölbern 34,6 Prozent.
15.10.2017, 23:31
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Von Johannes Heeg
Bremervörde bleibt schwarz

Bremervörde hat sich für die CDU entschieden.

DPA

Der Wahlkreis 54 Bremervörde wird auch künftig von einem CDU-Abgeordneten in Hannover vertreten. Der 44-jährige Marco Mohrmann aus Rhadereistedt setzte sich im Nordkreis Rotenburg klar gegen seinen SPD-Mitbewerber Bernd Wölbern (Wohnste) durch. Mohrmann folgt Heiner Ehlen nach, der seit 1994 im Landtag sitzt und nach seiner fünften Wahlperiode nicht mehr antreten mochte.

Marco Mohrmanns erklärtes Ziel ist Folgendes: „Der ländliche Raum muss Anschluss halten.“

Sieger in Bremervörde - Marco Mohrmann (CDU).

Foto: FR

Mohrmann, gelernter Landwirt und Diplom-Agraringenieur mit Doktor-Titel, vereinte 50,5 Prozent der Erststimmen auf sich. Ehlen sammelte bei der letzten Wahl 51,4 Prozent ein. SPD-Mann Wölbern schaffte auch in seinem dritten Anlauf nicht als Direktkandidat den Einzug ins Landesparlament. Auf ihn entfielen 34,6 Prozent der Erststimmen. 2013 erreichte er 34,4 Prozent. Ob er mit seinem 33. Platz über die Liste in den Landtag kommt, stand bis Druckbeginn nicht fest. Die Wahlbeteiligung liegt bei 64,8 Prozent. Die Zweitstimmenergebnisse: CDU 44,1 Prozent, SPD 32,4 Prozent, Grüne 7,4 Prozent, FDP 6,5 Prozent, Linke 3,1 Prozent, AfD 4,6 Prozent.

Bürger haben Einsatz wahrgenommen

Seinen Wahlerfolg erklärt Mohrmann so: „Ich habe über Monate alles gegeben und viel Präsenz gezeigt.“ Die Bürger hätten seinen Einsatz wahrgenommen und dabei den Eindruck gewonnen, „dass ich einer von ihnen bin“. Ausgezahlt habe sich auch, dass er im Wahlkampf „zurückhaltend und demütig geblieben“ sei. Im Landtag könne er sich eine Große Koalition unter Führung der SPD vorstellen. „Ich gratuliere Ministerpräsident Weil für sein achtbares Ergebnis“, sagte Mohrmann. Eine Jamaika-Koalition schloss er aus. Im Wahlkampf habe er öfters hören müssen: „Wir wählen dich nicht, damit wir die Grünen kriegen.“

In der Samtgemeinde Tarmstedt erzielte Mohrmann ein persönliches Ergebnis von 47,7 Prozent, während Wölbern auf 33,3 Prozent kam. 6057 der 8657 wahlberechtigten Bürger haben an dem Urnengang teilgenommen, was eine Wahlbeteiligung von 69,96 Prozent ergibt. Sein bestes Ergebnis holte Mohrmann mit 66,7 Prozent in Ostertimke. Wilstedt ist die einzige Mitgliedsgemeinde, in der sich Wölbern (40,7 Prozent) gegen Mohrmann (37,9) durchsetzen konnte. Grünen-Hochburg ist die Gemeinde Vorwerk (14,7 Prozent der Zweistimmen).

In Gnarrenburg holte Mohrmann 46,5 Prozent der Erststimmen (2013: 46,7 Prozent). Wölbern kam auf 39,4 Prozent (2013: 40,3). 4,47 Prozent wählten mit der Zweitstimme die AfD. Wahlbeteiligung: 61,3 Prozent.

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