Kommentar über die neue GEW-Chefin Chance

Dieser Wechsel birgt auch eine große Chance. Die frühere Hauptschullehrerin Laura Pooth bringt frischen Wind in eine manchmal recht angestaubt wirkende Organisation, schreibt Peter Mlodoch.
10.09.2017, 19:43
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Chance
Von Peter Mlodoch

Die Probleme sind gewaltig. Niedersachsen stöhnt – wie die anderen Bundesländer auch – über einen immensen Lehrermangel. Die aktiven Lehrkräfte beklagen sich über hohe Belastungen und fordern eine spürbare Reduzierung ihrer Unterrichtszeiten. Die Inklusion, der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Handicap, läuft alles andere als rund.

Mitten in dieser schwierigen Lage und kurz vor den Landtagswahlen tauscht Niedersachsens größte Lehrervertretung, die Bildungsgewerkschaft GEW, ihre Führungsspitze aus: Die junge Vizechefin Laura Pooth soll im September den erfahrenen Kämpen Eberhard Brandt ablösen. Aber abgesehen davon, dass dieser Wechsel allein schon aus Altersgründen erforderlich ist, liegt in ihm auch eine große Chance.

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Die frühere Hauptschullehrerin bringt frischen Wind in eine manchmal recht angestaubt wirkende Organisation. Natürlich wird auch Pooth hart für die Interessen ihrer Mitglieder ringen. Gleichzeitig aber kann es ihr gelingen, alte Grabenkämpfe zu überwinden – einmal innerhalb der verschiedenen Lehrergruppen selbst, aber auch gegenüber der künftigen Landesregierung.

peter.mlodoch@weser-kurier.de

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