Wahlkreis Nienburg-Nord

Das sind die Direktkandidaten im Wahlkreis 40

Im Wahlkreis 40 kämpfen sechs Kandidaten um das Direktmandat. Der Wahlkreis umfasst Nienburg und die Gebiete Bruchhausen-Vilsen, Heemsen, Hoya, Marklohe und Steimbke.
12.10.2017, 19:08
Lesedauer: 3 Min
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Von Dominik Albrecht
Das sind die Direktkandidaten im Wahlkreis 40

Mit seiner erstmaligen Kandidatur möchte Frank Schmädeke in die Fußstapfen von Jan Ahlers treten.

Jonas Kako

Insgesamt 68.166 Stimmberechtigte nennt der Wahlkreis 40 Nienburg-Nord sein Eigen. Rund ein Drittel der Stimmen kommt aus Nienburg, die restlichen Stimmen teilen sich auf die Gebiete Bruchhausen-Vilsen, Heemsen, Hoya, Marklohe und Steimbke auf. Erstmals können Wähler am Sonntag ihre Erststimme nicht an das CDU-Urgestein Jan Ahlers vergeben. Dieser heimste 2013 noch 45,3 Prozent der Erststimmen ein und wurde zum Abgeordneten gewählt. Ob sein Parteikollege Frank Schmädeke ähnliche Ergebnisse erzielen wird? Er begibt sich mit fünf anderen Kandidaten auf die Jagd nach den Stimmzetteln. Zur Wahl stehen noch Bernhard Göllner (SPD), Helge Limburg (Die Grünen), Heinrich Werner (FDP), Danny Adam (Die Linke) und Christian Libbe (AfD).

CDU: Frank Schmädeke

Frank Schmädeke wurde 1965 in Nienburg geboren. Der in Heemsen lebende CDU-Politiker machte eine landwirtschaftliche Lehre und verließ die Uni Göttingen als Diplom Agrar-Ingenieur. Seit 16 Jahren ist Schmädeke in der CDU, seit acht Jahren Kreisvorsitzender. Mit seiner erstmaligen Kandidatur möchte Schmädeke in die Fußstapfen von Jan Ahlers treten. Den Rückhalt hat er, im März wurde er von seinen Kollegen mit 97,14 Prozent zum Kandidaten gewählt. Da Frank Schmädeke bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen tätig ist, setzt er sich auch für Landwirte ein. Weitere Schwerpunkte: Wirtschaft, Bildungspolitik und Infrastruktur. Und Breitbandausbau, denn: „Ohne halten wir keine Industrie.“

SPD: Berhard Göllner

Bernhard Göllner ist seit 15 Jahren für die SPD in der Politik aktiv.

Bernhard Göllner ist seit 15 Jahren für die SPD in der Politik aktiv.

Foto: Jonas Kako

Für den Asendorfer Bernhard Göllner wäre der Einzug in den Niedersächsischen Landtag eine Premiere. 1971 in Hoya geboren, wuchs der Sozialdemokrat in der Gemeinde Balge im Landkreis Nienburg auf. Nach seiner Ausbildung bei der Sparkasse arbeitete er dort in leitender Tätigkeit. Jüngst orientierte sich Göllner neu, leitet nun die Verwaltung einer Kinderheimgruppe und betreut eine Immobilienverwaltung. Seit 15 Jahren ist Bernhard Göllner in der Politik aktiv – immer für die SPD. Da er sich selber als Wirtschaftspolitiker sieht, setzt er sich für eine Verbesserung der Finanzierung der Kommunen ein. Auch die Bildungspolitik liegt Göllner am Herz. Sein Ziel: „100 Prozent Lehrerversorgung.“

Grüne: Helge Limburg

Landtag Niedersachsen

Der parlamentarische Geschäftsführer, Helge Limburg, bezeichnet sich als Vollzeit- und Vollblutpolitiker.

Foto: dpa

Helge Limburg ist auf Landesebene kein Unbekannter und sitzt seit sieben Jahren für die Grünen im Niedersächsischen Landtag. In Hannover geboren, wuchs Limburg in Holzminden auf. Für das Jura-Studium zog es den heute 34-Jährigen an die Weser. Bei den Grünen ist Limburg seit 16 Jahren. Der parlamentarische Geschäftsführer bezeichnet sich als Vollzeit- und Vollblutpolitiker. Seine Schwerpunkte sieht er mitunter in der Einhaltung der Bürgerrechte – hier insbesondere die Verteidigung der offenen Gesellschaft –, der Bekämpfung des Rechtspopulismus‘ und der Justizpolitik.

FDP: Heinrich Werner

Heinrich Werner stellt sich zum ersten Mal der Wahl auf Landesebene und ist optimistisch.

Heinrich Werner stellt sich zum ersten Mal der Wahl auf Landesebene und ist optimistisch.

Foto: Jonas Kako

Heinrich Werner ist Oberstudienrat an der BBS in Nienburg und seit 40 Jahren bei den Freien Demokraten sowie seit 21 Jahren im dortigen Stadtrat. Der Nienburger stellt sich zum ersten Mal der Wahl auf Landesebene. "Dadurch, dass ich seit 2001 im Kreistag bin, bin ich bekannt und hoffe auf möglichst viele Stimmen für die FDP", blickt Heinrich Werner optimistisch auf den Wahlsonntag. Seine Kernthemen sieht der Nienburger beruflich bedingt in der Bildungspolitik. Aber auch die Infrastruktur sowie der Breitbandausbau beschäftigen ihn. Durch seine Kontakte zu anderen FDP-Politikern in Niedersachsen hofft er zudem, die ländliche Politik mit auf Landtagsebene tragen zu können.

Linke: Danny Adam

Danny Adam trat vor einem halben Jahr der Partei Die Linke bei und setzt sich für die Interessen der Jugend ein.

Danny Adam trat vor einem halben Jahr der Partei Die Linke bei und setzt sich für die Interessen der Jugend ein.

Foto: FR

Mit seinen 20 Lenzen zählt Danny Adam zum Küken in der Politiker-Riege. Vor einem halben Jahr trat der Eystruper der Partei Die Linke bei, weil Niedersachsen seiner Meinung nach eine überzeugende Alternative zur Allparteienkoalition braucht. Als junger Mensch setzt er sich – quasi auf Augenhöhe – für die Interessen der Jugend ein. Dazu gehören auch die Förderung der offenen Jugendarbeit sowie eine stärkere Beteiligung junger Menschen an politischen Prozessen und Entscheidungen. Aber auch ein absolutes Frackingverbot, ein menschenwürdiges Leben ohne Hartz IV und Rekommunalisierung von Einrichtungen der öffentlichen Daseinsfürsorge sind ihm wichtig.

AfD: Christian Libbe

Christian Libbe engagiert sich seit zwei Jahren im Nienburger Kreisgebiet für die AfD.

Christian Libbe engagiert sich seit zwei Jahren im Nienburger Kreisgebiet für die AfD.

Foto: FR

Die Alternative für Deutschland (AfD) überraschte bei der Bundestagswahl. Diesen Schwung möchte der 30-jährige Christian Libbe nutzen, um erstmals für seine Partei einen Sitz im Niedersächsischen Landtag zu erlangen. Der in Hilgermissen lebende selbstständige Unternehmer engagiert sich seit zwei Jahren im Nienburger Kreisgebiet für die AfD. 2016 zog er mit drei Parteikollegen in den Nienburger Kreistag ein. Zu seinen Schwerpunkten zählt Christian Libbe die Förderung von Jungunternehmern. Die Frühsexualisierung von Kindern lehnt der AfDler hingegen ab.

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