Wahlkreis Rotenburg

Das sind die Direktkandidaten im Wahlkreis 53

Im Wahlkreis Rotenburg, der die Einheitsgemeinde Scheeßel, die Samtgemeinden Bothel, Fintel und Sottrum sowie die Städte Rotenburg (Wümme) und Visselhövede umfasst, kämpfen sechs Kandidaten um ein Direktmandat. Wir stellen sie Ihnen vor.
11.10.2017, 18:45
Lesedauer: 3 Min
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Von Irene Niehaus

Für den Wahlkreis 53 Rotenburg, der die Einheitsgemeinde Scheeßel, die Samtgemeinden Bothel, Fintel und Sottrum sowie die Städte Rotenburg (Wümme) und Visselhövede umfasst, bewerben sich zur Landtagswahl am 15. Oktober sechs Direktkandidaten. Für die CDU tritt Eike Holsten an, für die SPD Tobias Koch, für Bündnis 90/Die Grünen wirft Birgit Brennecke ihren Hut in den Ring, für die FDP der Sottrumer Jan-Christoph Oetjen, für die Linke tritt Nils Bassen an sowie Günter Scheunemann für die Freien Wähler.

CDU: Eike Holsten

Der 34-jährige Eike Holsten arbeitet seit seinem Studium der Politikwissenschaften im Wahlkreisbüro Rotenburg für die Bundestagsabgeordneten der CDU. Er sitzt im Rotenburger Stadtrat, ist auch im Kreistag vertreten. Im Stadtrat ist er Vorsitzender des Schul- und Jugendausschusses. „Als junger Familienvater liegen mir diese Themen besonders am Herzen“, sagt Holsten.

Er engagiert sich bereits sein halbes Leben in der CDU, zunächst in der Jungen Union, und ist inzwischen stellvertretender Vorsitzender der Kreispartei sowie Vorsitzender seines Rotenburger Gemeindeverbandes. „Aus christlicher Verantwortung heraus Politik machen und seinem Nächsten aus gesellschaftlicher Verpflichtung dienen zu können – das brachte mich zur Union“, sagt er. Für ihn ist sie „die Partei, die wie keine zweite alle Menschen als Volkspartei zusammenführt“.

Grüne: Birgit Brennecke

Mit Birgit Brennecke haben die Grünen im Wahlkreis 53 eine überraschende Wahl getroffen – sie setzte sich gegen die eigene Landtagsabgeordnete Elke Twesten durch, die im Anschluss daran durch ihren Wechsel zur CDU die vorgezogene Landtagswahl erst verursacht hatte. Die 62-jährige dreifache Mutter Birgit Brennecke ist seit 2013 Gründungsmitglied in mehreren Bürgerinitiativen im Landkreis Rotenburg „gegen Fracking und andere Gefahren für Mensch und Natur durch die Gasförderung“.

Insbesondere die Themen Energie und ländlicher Raum liegen ihr am Herzen. Sie hält ein bedingungsloses Grundeinkommen für die richtige Antwort auf unsichere Renten und eine Arbeitslosigkeit, die ihrer Ansicht nach „durch die unglaubliche Geschwindigkeit der Technologisierung“ steigen werde. Zudem wolle sie „eine starke Stimme für den Frieden“ sein, da finde sie auch die Grünen auf Bundesebene zu leise.

SPD: Tobias Koch

Für die SPD tritt der 1984 geborene Polizeibeamte Tobias Koch an. Er stammt aus Rotenburg und hat zwei Ziele: Zum einen die Förderung des ländliches Raumes, die ihm aufgrund seiner Herkunft am Herzen liegt. „Ich weiß, was es heißt, hier zu leben“, sagt er dazu. Und zum anderen der Kampf gegen Rassismus in allen Formen. Gegen Fremdenhass und Intoleranz sei die Sozialdemokratie „die einzig richtige Antwort“, ist Koch überzeugt.

Er sieht als Probleme, die dringend angegangen werden müssen, die Themen Lärmschutz für die Anwohner der Alpha-E-Trasse, Breitbandausbau in der Fläche und die Erdgasförderung ganz oben auf der Liste. Nachdem der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz parteiintern 100 Prozent bekommen hatte, versprach Koch seinen Wählern, diesen Schwung mitzunehmen und einen engagierten Wahlkampf zu führen.

FDP: Jan-Christoph Oetjen

Jan-Christoph Oetjen sitzt für die FDP bereits seit 2003 im Niedersächsischen Landtag und möchte nun das Direktticket dafür bekommen. Der in Sottrum geborene Liberale sitzt parallel noch im Gemeinde- und Samtgemeinderat, zudem im Kreistag, weil er es sehr wichtig findet, „eine kommunale Verankerung“ zu haben. Der 39-Jährige ist innenpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und besetzt die Themenfelder Innere Sicherheit, Flüchtlingspolitik sowie Sport. Die Gewährleistung innerer Sicherheit sei hauptsächlich Aufgabe der Bundesländer.

Es sei Aufgabe des Staates, den Schutz der Bürger, ihres Lebens, ihrer Freiheit und ihres Eigentums unter Wahrung rechtsstaatlicher Prinzipien zu gewährleisten. „Den rechtlichen Rahmen dafür schaffen die Abgeordneten des niedersächsischen Landtages“, weiß Oetjen. Ebenso hebt er hervor, dass ein Teil von Sportpolitik die Sportförderung des Landes sei.

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