Kirche testet App für Kollekte

Digitaler Klingelbeutel

Walsrode. In einem landesweiten Modellversuch testet die evangelische Kirche in Walsrode zusätzlich zum Klingelbeutel eine App für die Kollekte. Bei Testläufen an zwei Sonntagen seien kaum zehn Prozent der Kollekte mit der neuen Technik gespendet worden, berichtete der NDR.
26.04.2018, 00:00
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Digitaler Klingelbeutel
Von Anna Zacharias

Walsrode. In einem landesweiten Modellversuch testet die evangelische Kirche in Walsrode zusätzlich zum Klingelbeutel eine App für die Kollekte. Bei Testläufen an zwei Sonntagen seien kaum zehn Prozent der Kollekte mit der neuen Technik gespendet worden, berichtete der NDR. Der Versuch solle dennoch fortgesetzt werden, sagte der Walsroder Superintendent Ottomar Fricke.

Verwendet wird für den Versuch die App der Sparkasse, mit der per Smartphone ein QR-Code mit den Empfängerdaten der Überweisung eingescannt wird. Der Kirchgänger muss nur noch den Betrag einsetzen und die Überweisung per Tan-Code aktivieren. Etlichen Kirchgängern war es zunächst aber wohl zu kompliziert, die Technik während des Gottesdienstes auszuprobieren. Die ausgelegten Karten mit dem QR-Code könnten aber auch mit nach Hause genommen werden. Mit der Erprobung moderner Spendentechnik will die Kirche nicht nur mit der Zeit gehen. Ein Problem ist, dass die meisten Geldinstitute seit einiger Zeit teils üppige Gebühren für das Einzahlen von Münzgeld nehmen. Allein im Gebiet der Landeskirche Hannover belaufen sich die Gebühren auf einen sechsstelligen Betrag pro Jahr, wie der NDR berichtete. Einige Kirchen in Deutschland nutzen bereits fest installierte EC-Kartenterminals.

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