Bürgerinitiativen sehen keinen Fortschritt in Atompolitik Druck auf Landesregierung

Hannover (wk). Einen Stillstand in der Atompolitik haben die Bürgerinitiativen in Niedersachsen ein Jahr nach dem Sieg von Rot-Grün bei der Landtagswahl beklagt. „Das bittere Resümee ist, dass sich nichts Substanzielles verändert hat“, sagte gestern Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.
21.01.2014, 00:00
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Von WESER-KURIER

Einen Stillstand in der Atompolitik haben die Bürgerinitiativen in Niedersachsen ein Jahr nach dem Sieg von Rot-Grün bei der Landtagswahl beklagt. „Das bittere Resümee ist, dass sich nichts Substanzielles verändert hat“, sagte gestern Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. Gorleben sei als mögliches Atommülllager nicht vom Tisch, die Aufsicht an den Kraftwerken nicht verschärft worden. Zudem stünden weitere Castor-Transporte im Raum.

„Wir werden verstärkt Druck machen auf die Landesregierung“, kündigte Dickel bei einer Demonstration vor dem Umweltministerium in Hannover an. Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg kritisierte die kurz nach der Wahl gekippte Zusage, Gorleben als Atommüllstandort auszuschließen. „Wir wollen, dass die ganze verkorkste Atommüllpolitik von Niedersachsen angegangen wird, und man sich nicht auf Berlin verlässt.“

Umweltminister Stefan Wenzel nahm ein Positionspapier der Demonstranten in Empfang und kündigte an, dass zur Sicherheit rund um die Kraftwerke konkrete Schritte noch folgen. „Mir ist bewusst, dass wir eine höchstmögliche Sicherheit gewährleisten müssen.“ In der Endlagerfrage stehe Niedersachsen in einer Auseinandersetzung bei der es darum gehe, Kriterien zu entwickeln, die im Interesse des Landes seien. Weitere Castor-Transporte wolle das Land verhindern.

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