Verden/Nienburg Ermittlungen im Jobcenter

Nienburg·Verden (jr). Ein Mitarbeiter des Jobcenters im Landkreis Nienburg soll rund 100000 Euro unterschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft Verden bestätigte gestern, dass wegen des Verdachts der Untreue ermittelt werde.
13.02.2014, 00:00
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Ermittlungen im Jobcenter
Von Justus Randt

Ein Mitarbeiter des Jobcenters im Landkreis Nienburg soll rund 100000 Euro unterschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft Verden bestätigte gestern, dass wegen des Verdachts der Untreue ermittelt werde. „Wir stehen noch ganz am Anfang der Ermittlungen“, sagte Behördensprecher Lutz Gaebel. „Wir haben Strafanzeige gestellt, der Beschuldigte wurde vom Dienst suspendiert“, sagte Jobcenter-Geschäftsführerin Klaudia Silbermann gestern. Das Geld stamme aus dem Budget, aus dem Beträge für Miete, Strom und Heizung für Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezahlt werden. „Für Kunden ist dadurch aber kein Schaden entstanden.“

Bereits Mitte des vergangenen Monats sei der Betrugsverdacht bei einer internen Revision aufgekommen. Kontrolleure der Bundesagentur für Arbeit hätten den Verdacht untermauert. „Wir haben am 23. Januar Anzeige erstattet“, sagte Silbermann. „Im Moment gehen wir von mehreren Dutzend kleineren Beträgen aus, die der Beschuldigte innerhalb der vergangenen zwei Jahre überwiesen hat.“

Das Jobcenter Nienburg hat nach Angaben seiner Geschäftsführerin 113 Mitarbeiter in den Geschäftsstellen Nienburg, Stolzenau und Hoya. Träger sind sowohl die örtliche Agentur für Arbeit als auch der Landkreis Nienburg, die gemeinsam für die Grundsicherung Arbeitsuchender verantwortlich sind. Dazu zählen Arbeitslosengeld II und Unterkunftskosten.

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