Straftäter kehrt nicht von Freigang zurück

Erneute Flucht aus Maßregelvollzug in Brauel

Erneut ist ein Straftäter aus dem niedersächsischen Maßregelvollzug geflohen. Der 37-Jährige ist am Dienstag nicht von seinem Freigang in die Anlage in Brauel im Landkreis Rotenburg zurückgekehrt.
19.11.2014, 13:42
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Erneute Flucht aus Maßregelvollzug in Brauel

Die Zufahrt zum Landeskrankenhaus Brauel bei Zeven.

dpa

Erneut ist ein Straftäter aus dem niedersächsischen Maßregelvollzug geflohen. Der 37-Jährige sei am Dienstagabend nicht von seinem Freigang in die Anlage in Brauel zurückgekehrt, berichtete am Mittwoch ein Sprecher des zuständigen Sozialministeriumin Hannover.

Mit dem erneuten "passiven Entweichen" eines drogenabhängigen Straftäters steigt deren Zahl in diesem Jahr auf 77 Fälle. Allerdings sind 73 wieder zurück, teilte der Sprecher mit. Als passive Entweichung gilt auch eine verspätete Rückkehr in die Anlage. Der 37-Jährige wurde wegen Körperverletzung und Diebstahl verurteilt und sitzt wegen Drogenabhängigkeit im Maßregelvollzug.

Flüchtige Straftäter bereiten der Justiz in Niedersachsen seit einigen Wochen Probleme. Als Folge werden dort nun die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Insgesamt waren zum Stichtag 1. Juni in Niedersachsen 1262 Patienten im Maßregelvollzug untergebracht. Dort werden psychisch kranke oder suchtkranke Menschen untergebracht, die schwere Straftaten verübt haben.

Weil sie nur als eingeschränkt oder gar nicht schuldfähig eingestuft wurden, kommen sie nicht in ein Gefängnis. Ziel der Unterbringung ist es zum einen, die Allgemeinheit zu schützen, und zum anderen, die Patienten zu heilen oder ihren Zustand so weit zu bessern, dass sie nicht mehr gefährlich sind. (dpa)

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