Acht Angeklagte

Ex-Vorgesetzte von Patientenmörder Högel sollen 2022 vor Gericht

Am Landgericht Oldenburg soll Anfang 2022 ein umfangreiches Gerichtsverfahren gegen acht Ex-Vorgesetzte und ehemalige Kollegen des verurteilten Patientenmörders Niels Högel beginnen.
13.09.2021, 15:13
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa
Ex-Vorgesetzte von Patientenmörder Högel sollen 2022 vor Gericht

Gegen acht Ex-Vorgesetzte und ehemalige Kollegen des verurteilten Patientenmörders Niels Högel soll Anfang 2022 ein Verfahren am Landgericht Oldenburg beginnen.

Carmen Jaspersen /dpa

Am Landgericht Oldenburg soll Anfang 2022 ein umfangreiches Gerichtsverfahren gegen acht Ex-Vorgesetzte und ehemalige Kollegen des verurteilten Patientenmörders Niels Högel beginnen. Die Schwurgerichtskammer hatte entschieden, zwei Verfahren zu verbinden, sodass es nun um jeweils vier angeklagte Verantwortliche beziehungsweise Mitarbeiter des Klinikums Oldenburg sowie des Klinikums Delmenhorst geht.

Das Verfahren soll - wie 2019 der Högel-Prozess - in den Weser-Ems-Hallen in Oldenburg stattfinden, wie das Landgericht auf Anfrage mitteilte.

Geplant sind 40 Verhandlungstermine. Derzeit würden bei den Weser-Ems-Hallen Termine für die Zeit ab Januar 2022 abgefragt. Abhängig von der Verfügbarkeit des Saals in den Weser-Ems-Hallen könne es auch sein, dass das Verfahren erst im Frühjahr beginnen werde, so ein Gerichtssprecher am Montag. Die „Nordwest-Zeitung“ hatte am Wochenende zuerst berichtet.

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Rechtlich wirft die Staatsanwaltschaft den Angeklagten jeweils Tötung durch Unterlassen vor. Allerdings hatte das Landgericht in seinem Eröffnungsbeschluss für das Verfahren gegen Mitarbeiter des Klinikums Oldenburg bereits betont, dass nur eine Beihilfe zur Tötung durch Unterlassen in Betracht komme. Gegen einen der ursprünglich fünf Angeklagten dieses Komplexes wurde zudem die Anklage in Gänze nicht zugelassen.

Der 2019 wegen 85 Morden zu lebenslanger Haft verurteilte Högel hatte seine Opfer zwischen 2000 und 2005 mit Medikamenten zu Tode gespritzt. Seine Verbrechen beging er zunächst am Klinikum Oldenburg. 2002 wechselte er mit einem Arbeitszeugnis ans Klinikum Delmenhorst, wo er weiter mordete. Es geht in dem Prozess grundsätzlich darum, ob und inwieweit die Angeklagten Verdachtsmomente gegen Högel übergingen.

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