Bischof bekräftigt Nordkirchen-Kurs Homosexualität in Pfarrhäusern

Plau am See (wk). Bischof Andreas von Maltzahn hat die angestrebten einheitlichen Regeln in der Nordkirche für das Zusammenleben von Pastorinnen und Pastoren in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft im Pfarrhaus bekräftigt. In seinem Bericht vor der Synode des Mecklenburgischen Kirchenkreises in Plau am See begründete er die Vorschläge des Bischofsrates mit zwei Hauptkriterien.
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Von WESER-KURIER

Bischof Andreas von Maltzahn hat die angestrebten einheitlichen Regeln in der Nordkirche für das Zusammenleben von Pastorinnen und Pastoren in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft im Pfarrhaus bekräftigt. In seinem Bericht vor der Synode des Mecklenburgischen Kirchenkreises in Plau am See begründete er die Vorschläge des Bischofsrates mit zwei Hauptkriterien. „Niemand darf wegen seiner sexuellen Orientierung beziehungsweise Identität diskriminiert werden. Pastorinnen und Pastoren, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, sollen dementsprechend grundsätzlich in unserer Kirche die Möglichkeit haben, ihre Partnerschaft im Pfarrhaus zu leben“, betonte Maltzahn.

Gewissen dürfe nicht gebeugt werden, meinte der Bischof. „Kirchengemeinderäte, die aufgrund ihres Verständnisses von Schrift und Bekenntnis eine gedeihliche Zusammenarbeit mit einem Pastor, einer Pastorin in eingetragener Lebenspartnerschaft nicht für möglich halten, sollen zu einer Zusammenarbeit nicht gezwungen werden“, erklärte von Maltzahn. Ihm sei bewusst, „dass diese Kriterien einer zukünftigen Regelung allen Seiten Erhebliches abverlangen“, sagte von Maltzahn und ergänzte: „Und doch braucht es das Miteinander beider Kriterien, um in unserer Kirche mit Spannungen leben und den theologischen Diskurs weiterführen zu können.“

Die Nordkirche strebt eine einheitliche Regelung der seit Jahren viel diskutierten Fragen zu Lebensformen und zur Ehe an. Bislang wird in den früheren drei Landeskirchen – Nordelbien, Pommern und Mecklenburg – dabei in der Praxis unterschiedlich verfahren.

Zudem haben die 55 Synodalen und fünf Jugenddelegierten den Etat für 2014 beschlossen. Der größte Teil, rund 24 Millionen Euro oder 58 Prozent, des Gesamtbudgets fließt direkt in die 266 mecklenburgischen Kirchengemeinden – für die kirchliche Arbeit vor Ort, offene Angebote, Seelsorge, Personalkosten und Bauaufgaben. „Das Haushaltsvolumen für 2014 beträgt rund 42 Millionen Euro.

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