Nach tödlicher Prügelei in Kirchweyhe

Innenminister spricht mit Bürgern

Kirchweyhe. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ist am Montag nach Weyhe gekommen, um sich mit Bürgermeister Frank Lemmermann über die Geschehnisse der vergangenen Wochen in der Wesergemeinde auszutauschen.
25.03.2013, 13:13
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Kirchweyhe. Nach dem gewaltsamen Tod eines Streitschlichters in Kirchweyhe vor rund zwei Wochen hat Innenminister Boris Pistorius am Montag die Gemeinde besucht. Nach dieser unfassbaren Tat müsse man sich mit dem Thema Gewalt stärker beschäftigen, sagte der SPD-Politiker im Anschluss an ein nichtöffentliches Treffen mit rund 25 Bürgern.

"Was müssen wir eigentlich in der Gesellschaft tun, und wo fangen wir an, daran etwas zu ändern, dass Menschen so grenzenlos und ohne Maß gewalttätig werden?", betonte er.

Bei dem Versuch, einen Streit zu schlichten, war ein 25-Jähriger am Bahnhof in Kirchweyhe (Kreis Diepholz) angegriffen worden. Wenige Tage später starb er. Ein 20-Jähriger mit türkischem Migrationshintergrund sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Rechte Gruppen, die nach Angaben von Pistorius aus ganz Deutschland kommen, hatten am Samstag zu einer Kundgebung aufgerufen.

Der Fall sei aber nicht dazu geeignet, über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu diskutieren, meinte Pistorius. Nach wie vor stelle sich die Frage, warum diese schreckliche Tat von rechten Gruppen so instrumentalisiert werden könne und auch Menschen aus dem nicht-organisierten rechten Milieu zu fremdenfeindlichen Äußerungen veranlasse. (dpa)

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