Elsfleth Kleine Teilchen, großes Problem

Elsfleth. Mikroplastik soll raus aus der Nordsee: Das wünscht sich Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) und hält dafür einen ordnungspolitischen Weg für unumgänglich. Auf europäischer Ebene müssen die Verwendung von Mikropartikeln in Reinigungsmitteln, Kosmetika und Körperpflegemitteln schlicht verboten werden“, sagte Wenzel am Donnerstag in Elsfleth (Kreis Wesermarsch).
26.06.2015, 00:00
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Von Hans-Christian Wöste

Mikroplastik soll raus aus der Nordsee: Das wünscht sich Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) und hält dafür einen ordnungspolitischen Weg für unumgänglich. Auf europäischer Ebene müssen die Verwendung von Mikropartikeln in Reinigungsmitteln, Kosmetika und Körperpflegemitteln schlicht verboten werden“, sagte Wenzel am Donnerstag in Elsfleth (Kreis Wesermarsch). Dort berieten 140 Fachleute aus Wissenschaft, Forschung, Behörden und Naturschutzverbänden über das globale Problem Mikroplastik und mögliche regionale Handlungsschritte für den Meeresschutz.

Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beschäftigt sich schon seit Jahren mit den Folgen, die kleine Plastikrückstände in der Nordsee für Umwelt und Natur haben. Der Betrieb lässt systematisch tote Vögel an den Stränden der ostfriesischen Inseln auf Öl- oder Müllrückstände untersuchen. Etwa 75 Prozent des Mülls in der Nordsee bestehen aus Kunststoff.

„Mehr als 250 Arten nehmen Mikropartikel auf. Dazu zählen Miesmuscheln, Krebse, Würmer, Fische, Seevögel und marine Säugetiere“, sagte Minister Wenzel. Die Folgen für die Gesundheit von Menschen und Tieren seien bisher kaum erforscht. Schon kleinste Partikel könnten aber eine direkte toxische oder andere Wirkungen auf den Organismus haben, warnte Wenzel.

Neben Verboten auf europäischer Ebene setzen Umweltexperten vor allem auf ein bewusstes Verhalten der Verbraucher und Abfallvermeidung. „Wir liegen mit an der Spitze bei der Plastikproduktion“, sagte Ute Schlautmann vom NLWKN. Als Impuls zum Umdenken fördert das Land die Kampagne „Fishing for Litter“ in den niedersächsischen Fischereihäfen. Dort stehen kostenlose Müllcontainer bereit, in denen Fischer ihre Plastikreste aus den Netzen entsorgen können.

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