Justus Randt über Autobahnpläne Kommentar: Kriechspur

Wenn der neue Bundesverkehrswegeplan der A 20 und A 39 statushalber Vorrang einräumt, ist auch damit nicht wirklich etwas bewirkt: Die Projekte rangieren, schon der großen Anzahl wegen, unter ferner liefen.
12.03.2016, 00:00
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Kommentar: Kriechspur
Von Justus Randt

Wenn der neue Bundesverkehrswegeplan der A 20 und A 39 statushalber Vorrang einräumt, ist auch damit nicht wirklich etwas bewirkt: Die Projekte rangieren, schon der großen Anzahl wegen, unter ferner liefen.

Die gut organisierten Gegner der Küstenautobahn argumentieren gern mit dem Windrosenkonflikt: Die A 20 ist von Ost nach West geplant, müsste als Hafenhinterlandanbindung aber wohl eher von Norden nach Süden verlaufen, wenn sie die Vorteile haben soll, mit denen ihre Befürworter rechnen.

Während die Widersacher den Sinn infrage stellen und Siedlungs- wie Naturräume in Gefahr sehen, propagieren die Förderer und Forderer der Küstenautobahn und der A 39, die Anrainerkommunen könnten auf wirtschaftliche Impulse durch die Trassenanschlüsse hoffen. Wer darauf wartet, tut das bereits seit Jahrzehnten, und es ist schwer zu bemessen, ob dabei jemand etwas verpasst hat.

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Wenn der neue Bundesverkehrswegeplan den Autobahnbauten statushalber Vorrang einräumt, wie allseits erwartet wird, ist auch damit nicht wirklich etwas bewirkt: Die Projekte rangieren, schon der großen Anzahl wegen, unter ferner liefen. Und so sind es am Ende nicht die Argumente, die entscheiden, sondern die fehlenden Finanzen. Den Gegnern der Küstenautobahn kann das Nord wie Süd sein. justus.randt@weser-kurier.de

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