Kommentar zur Landwirtschaft Vom Landvolk ist oft nur leise etwas zu hören

Die Bauern im Land stehen häufig in der Kritik, nicht selten zu Unrecht. Deshalb ist es wichtig, eine Interessenvertretung zu haben, die gehört wird. Das Landvolk darf ruhig lauter werden, meint Marc Hagedorn.
04.12.2020, 05:00
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Vom Landvolk ist oft nur leise etwas zu hören
Von Marc Hagedorn

Es ist nicht leicht, Landwirt zu sein in diesen Zeiten. Klimawandel, Düngeverordnung, Corona-Krise. Die Preise im Keller, dazu die andauernden Diskussionen um das Tierwohl und die ständige Kritik von Umweltverbänden und aus Teilen der Politik. Die Bauern im Land fühlen sich unfair behandelt und als Buhmann missbraucht für alles, was schiefläuft.

Da ist es umso wichtiger, eine starke Interessenvertretung zu haben. Das ist in Niedersachsen das Landvolk, das jetzt einen neuen Präsidenten hat. Man sagt Holger Hennies nach, dem neuen Mann, dass er Klartext spricht, dass er Konflikten nicht aus dem Weg geht. Das ist gut so.

Zwar sind die meisten Landwirte mit der Arbeit und den Angeboten zufrieden, die das Landvolk an der Basis macht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die öffentlichkeitswirksamen und wichtigen Aktionen zuletzt andere auf die Beine gestellt haben. „Land schafft Verbindung“ oder die Freien Bauern sind der Motor der Bauernproteste und der Treckerdemos. Vom Landvolk ist oft nur leise etwas zu hören. Das sollte sich ändern.

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