Wahlkreis Wesermarsch

Logemann siegt im Landkreis Wesermarsch vor Thümler

Im Landkreis Wesermarsch feiert die SPD ein Comeback. Ihre Kandidatin Karin Logemann setzt sich gegen CDU-Fraktionschef Björn Thümler durch.
15.10.2017, 23:42
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Logemann siegt im Landkreis Wesermarsch vor Thümler
Von Barbara Wenke
Logemann siegt im Landkreis Wesermarsch vor Thümler

Karin Logemann, SPD, Landkreis Wesermarsch

Christian Kosak

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Karin Logemann aus Berne hat die Wesermarsch für die SPD zurückerobert. 14 Jahre, nachdem Björn Thümler als erster Christdemokrat den Wahlkreis 71 gewinnen konnte, setzte sich mit Karin Logemann wieder eine Sozialdemokratin in der Wesermarsch durch.

Gegen 21 Uhr kristallisierte sich am Sonntag heraus, dass die 56-Jährige am CDU-Landtagsfraktionsvorsitzenden Björn Thümler, der wie Karin Logemann in Berne wohnt, vorbeiziehen würde. Selbst die traditionell schwarze Gemeinde Rastede entschied sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,54 Prozentpunkten für die Sozialdemokratin.

Es habe sich ausgezahlt, dass sie nicht nur kurz vor der Wahl, sondern quasi fünf Jahre lang Wahlkampf gemacht habe und fast jedem Termin gefolgt sei, zu dem sie eingeladen war, sagte Karin Logemann in der Wahlnacht. Als ihr der Vorsprung nicht mehr zu nehmen war, ließen die versammelten Genossen in der Kulturmühle Berne einen Konfettiregen auf die Direktkandidatin niederprasseln. Logemann gestand in dem großen Jubel um sie herum: „Ich bin total überwältigt. Ich kann noch nicht mal vor Freude heulen.“

Knapp 44 Prozent der Wählerinnen und Wähler im Wahlkreis Wesermarsch (mit Rastede im Ammerland, aber ohne die Gemeinde Jade) entscheiden sich für Logemann; 36,5 Prozent für Thümler. Nur in den ländlich geprägten Gemeinden Butjadingen, Ovelgönne und Stadland liegt der Kontrahent von den Christdemokraten vorn.

Auf ihren bisherigen Vorsitzenden muss die künftige CDU-Landtagsfraktion dennoch nicht verzichten. Durch den zweiten Platz auf der Landesliste ist Björn Thümler abgesichert und erhält auf jeden Fall die Chance, in der Landespolitik weiterhin ganz vorne mitzumischen. Die vier übrigen Direktkandidaten spielten in der Wesermarsch eine untergeordnete Rolle. Von Anfang an war klar, dass es auf ein Rennen zwischen Karin Logemann und Björn Thümler hinauslaufen würde.

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Horst Kortlang (FDP) und Dragos Pancescu (Bündnis 90/Die Grünen) hatten bewusst einen Zweitstimmenwahlkampf geführt. Das Kalkül ging auf: Beide Kandidaten ergatterten rund einen Prozentpunkt mehr sowohl bei der Zweitstimmen- als bei der Erststimmenwahl. Die Partei Die Linke erhielt lediglich 4,21 Prozent und verpasste damit den Einzug in den Landtag. Die AfD hingegen, die ohne einen Direktkandidaten angetreten war, erhielt 5,31 Prozent.

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