Abgespalten von der AfD

Lucke-Partei LKR tritt nicht bei Bundestagswahl an

Der einstige AfD-Gründer Bernd Lucke tritt mit seiner neuen Partei LKR nicht bei der Bundestagswahl an. Zum Parteitag in Verden kamen gerade einmal 80 Mitglieder.
17.06.2017, 17:14
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Die aus der Alfa-Partei von Bernd Lucke hervorgegangenen Liberal-Konservativen Reformer (LKR) treten nicht bei der Bundestagswahl an. "Wir haben beschlossen, dass es sinnvoller ist, die Mittel der Partei und die Arbeitskraft in die politische Arbeit zu stecken", sagte der Landesvorsitzende der LKR in Sachsen-Anhalt, Detlef de Raad, am Samstag beim Bundesparteitag in Verden.

Seinen Angaben zufolge stimmte eine deutliche Mehrheit gegen eine Teilnahme. Als Grund nannte er die schlechten Ergebnisse bei den jüngsten Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und dem Saarland, wo die Partei jeweils nur auf 0,2 Prozent kam.

Am Bundesparteitag nahmen de Raad zufolge rund 80 stimmberechtigte Mitglieder teil - darunter Bernd Lucke. Die LKR will nun versuchen, die Partei bekannter zu machen und ihr Profil zu schärfen. Die Namensumstellung habe deutlich mehr Probleme mit sich gebracht als erwartet, sagte de Raad.

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Die Partei hat bundesweit rund 2000 Mitglieder und ist im Europaparlament mit fünf Abgeordneten vertreten, darunter auch mit Lucke, der 2016 noch zu Alfa-Zeiten zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl bestimmt worden war. Der stellvertretende LKR-Bundesvorsitzende Christian Schäfer hatte sich jüngst gegen eine Teilnahme an der Bundestagswahl ausgesprochen. Er ist Mitglied der Bremer Bürgerschaft und der letzte Abgeordnete der Partei in einem Landesparlament. (dpa)

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