Vom Aussterben bedroht

Neue Lebensräume für Gelbbauchunke in Deutschland

In Niedersachsen ist die Gelbbauchunke vom Aussterben bedroht - zuletzt hat sie sich aber wieder leicht vermehrt. Das liegt an den über 7000 Kleingewässern, die seit 2011 für die Unke angelegt wurden.
07.02.2018, 20:04
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Von Oliver Pietschmann
Neue Lebensräume für Gelbbauchunke in Deutschland

Die Gelbbauchunke ist vom Aussterben bedroht.

Peter Steffen, dpa

Über mehrere Jahre haben ­Naturschützer neue Lebensräume für die gefährdete und in einigen Regionen vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke geschaffen. Unter Federführung des Nabu in Niedersachsen wurden seit 2011 in 122 Gebieten bundesweit mehr als 7000 Kleingewässer angelegt, um die Population des Froschlurchs zu stärken oder Tiere neu anzusiedeln. Zu Beginn seien in 67 Gebieten Gelbbauchunken nachgewiesen worden, nun seien es 81. Im Rahmen des Bundes­programms biologische Vielfalt gilt ­Bombina variegata, so der lateinische Name, quasi als Leitart, stellvertretend für eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten in den gleichen Lebensräumen, teilte der Nabu am Mittwoch mit.

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Als vom Aussterben bedroht gilt die Unke in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Im nördlichen Weserbergland, einer grenzübergreifenden Projektregion, konnten die Tiere etwa in fünf Gebieten neu angesiedelt werden. Eines der Grundprobleme zum Start des Projektes war, dass die Unken nur noch in künstlich geschaffenen Landschaften wie Steinbrüchen oder Kiesgruben lebten. Zwischen diesen Lebensräumen waren die Entfernungen zu weit oder sie waren durch Straßen getrennt. Ein Austausch zwischen den Populationen konnte dem Nabu zufolge nicht stattfinden. Nun seien diese Räume vernetzt.

Die Gelbbauchunke mit auffallendem gelben Fleckenmuster auf der Unterseite wird bis zu fünf Zentimeter groß. Die Tiere in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind die nördlichste bekannte Population.

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