Bremen und Niedersachsen Neue Streiks bei H&M, Primark und Edeka

Der Tarifstreit im Einzelhandel geht weiter. Am Freitag wollen Angestellte ihre Arbeit niederlegen. Sie fordern ein Mindestgehalt von 1900 Euro Brutto.
16.06.2017, 08:45
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Angesichts der laufenden Tarifrunde hat die Gewerkschaft Verdi zu weiteren Streiks im Einzelhandel aufgerufen. Am Freitag gibt es in Hannover Demonstrationen und eine zentrale Kundgebung für Niedersachsen und Bremen.

Beteiligt an den Streiks am Freitag und Samstag seien unter anderem Beschäftigte der Unternehmen H&M, Edeka, IKEA, Primark, Galeria Kaufhof, real, Kaufland und Penny, teilte Verdi mit. Auch in Unternehmen wie Obi und Toys R Us, die sich bislang nicht nach dem Flächentarif zahlen, seien Arbeitsniederlegungen geplant.

Lohnerhöhng von sechs Prozent gefordert

"Angesichts von Rekordgewinnen im Einzelhandel haben die Beschäftigten eine deutliche Lohnerhöhung verdient", sagte Detlef Ahting, der Verdi-Landesleiter für Niedersachsen-Bremen. Höhere Löhne seien dringend notwendig, um spätere Armutsrenten zu verhindern.

Die nächste Tarifverhandlung für den Einzelhandel ist am 22. Juni in Hannover geplant. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent sowie ein tarifliches Mindesteinkommen von 1900 Euro.

Schon Ende Mai hatten Angestellte in Bremen und Niedersachsen einen Warnstreik durchgeführt. Damals beteiligten sich Mitarbeiter von 30 Geschäften, in Bremen war darunter auch Karstadt Sports. In Niedersachsen und Bremen arbeiten 340.000 Beschäftigte im Einzelhandel. Die meisten von ihnen sind Frauen in Teilzeit- oder Minijobs. (dpa/cah)

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