Kommentar zur Lage an Niedersachsens Schulen

Halbherzig

Die niedersächsischen Lehrerverbände fordern eine Investitionsoffensive mit 7000 neuen Stellen. Die Probleme sind zwar seit Jahren bekannt, wurden aber allenfalls halbherzig angegangen, meint Peter Mlodoch.
06.05.2021, 05:00
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Von Peter Mlodoch
Halbherzig

An Niedersachsens Schulen fehlen massenhaft Lehrer.

Julian Stratenschulte/DPA

Es ist nicht der erste Alarmruf dieser Art. Und leider auch nicht der letzte. Angesichts kaputter Schulklos, mieser Internetzugänge, maroder Fenster und vor allem massenhaft fehlender Lehrkräfte fordern Niedersachsens Lehrerverbände völlig zu Recht eine satte Aufstockung des Bildungsetats. Die gravierenden Probleme sind zwar seit vielen Jahren bekannt, wurden aber von den diversen Regierungen allenfalls halbherzig angegangen.

In der Pandemie haben sich diese Versäumnisse brutal gerächt. Doch die richtigen Lehren daraus ziehen Bund und Land immer noch nicht. Während die Milliarden für Konzerne wie Lufthansa, Tui und Meyer-Werft in Windeseile flossen, warten etliche Schulen noch immer auf eine pandemiesichere Ausstattung. Von einem dauerhaft auskömmlichen Personalbestand ganz zu schweigen.

Auch das neue Aufholpaket von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek wird kaum die Corona-Folgen für Schüler abmildern können. Es wirkt vielmehr wie ein Programm zur Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens.

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