Regio-S-Bahn Nordwestbahn setzt mehr Waggons ein

Osnabrück·Bremen . Viele Pendler haben sich in den vergangenen Tagen über überfüllte Züge bei der neuen Regio-S-Bahn beschwert. Nun will die Nordwestbahn reagieren: Zu den Stoßzeiten sollen mehr Waggons eingesetzt werden.
06.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Nordwestbahn setzt mehr Waggons ein
Von Peter Voith

Osnabrück·Bremen . Viele Pendler haben sich in den vergangenen Tagen über überfüllte Züge bei der neuen Regio-S-Bahn beschwert. Nun will die Nordwestbahn reagieren: Zu den Stoßzeiten sollen mehr Waggons eingesetzt werden.

Die Fahrt in vollen Zügen genießen? Heiko Friebel aus Lübberstedt sagt: "Nein danke." 30 Jahre pendelt er schon zwischen Bremen und Lübberstedt, aber solche Zustände wie in der neuen Regio-S-Bahn habe er noch nicht erlebt. Es sei stickig, überfüllt, und er hoffe jeden Tag, dass nicht jemand umfällt. Friebel: "Schlimmer als im Viehtransport."

Inzwischen hat die NordWestBahn (NWB) auf entsprechende Beschwerden reagiert. Und auch festgestellt, dass es "gerade in den Zügen der Linie RS 2 zwischen Bremerhaven und Bremen manchmal sehr eng" werde, wie Martin Meyer-Luu, Geschäftsführer der Osnabrücker NordWestBahn einräumte. Das Unternehmen habe deshalb nun entschieden, sehr kurzfristig die Platzkapazität bei einzelnen Fahrten in der morgendlichen Hauptverkehrszeit zu erweitern. Pendler Heiko Friebel dazu: "Das muss auch unbedingt passieren."

Mit dem Betriebsstart der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen vor rund drei Wochen, lobt sich die NWB, seien nicht nur neue komfortable Fahrzeuge an den Start gegangen, sondern auch veränderte Streckenführungen in und um Bremen. Die Linie RS 2 verbindet Bremerhaven-Lehe nun via Bremen direkt mit Twistringen - und stoße wohl auch deshalb auf eine sehr hohe Nachfrage, vermutet die NWB.

Ausweitung des Angebots

Ob generell das Angebot ausgeweitet werden müsse, will die NWB noch nicht abschließend beurteilen. Heute gehen die Weihnachtsferien zu Ende, man wolle das Fahrgastaufkommen aber genau beobachten, um dann "in den nächsten Wochen" über eine Ausweitung des Angebots zu entscheiden.

Voll seien einige Züge der Regio-S-Bahn in den vergangenen Tagen aber auch deshalb gewesen, weil nicht alle Fahrzeuge zur Verfügung gestanden hätten. "Einige unserer Elektrotriebwagen waren in der Werkstatt, da wir noch während der Ferien Kinderkrankheiten beseitigen wollen", erklärt Eisenbahnbetriebsleiter Hartmut Körbs. Züge bestanden deshalb manchmal nur aus einem statt aus zwei Zugteilen.

Gestern morgen sei es für Fahrgäste der RS 2 deshalb ganz besonders eng geworden, weil zuvor zusätzlich ein Regional-Express der Deutschen Bahn ausgefallen war. NWB-Geschäftsführer Martin Meyer-Luu: "Wir entschuldigen uns in aller Form bei unseren Fahrgästen, die deshalb auf den nächsten Zug warten mussten."

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