Größtes in Deutschland gebautes Kreuzfahrtschiff

"Norwegian Breakaway" unterwegs

Papenburg. Die Meyer Werft hat am Mittwochvormittag mit der Überführung der "Norwegian Breakaway" von Papenburg in die Nordsee begonnen. Mehrere hundert Schaulustige verfolgten das Manöver.
13.03.2013, 05:00
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"Norwegian Breakaway" unterwegs

Die "Norwegian Breakaway" verlässt das Baudock der Meyer Werft in Papenburg. Im April wird der 324 Meter lange Kreuzliner abgeliefert.

Dpa

Papenburg. Die Meyer Werft hat am Mittwochvormittag mit der Überführung der "Norwegian Breakaway" von Papenburg in die Nordsee begonnen. Mehrere hundert Schaulustige verfolgten das Manöver. Das bislang größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff soll am Donnerstagmorgen Eemshaven erreichen. Ursprünglich sollte der Luxusliner bereits am Dienstag Papenburg verlassen, doch wegen der Wetterbedingungen musste der Termin kurzfristig verschoben werden.

"Norwegian Breakaway" ist ein Gigant. Die schwimmende Kleinstadt bietet Platz für knapp 4000 Passagiere, ist 324 Meter lang, 40 Meter breit und 63 Meter hoch. Der Heimathafen ist New York. Dort soll es am 12. Mai getauft werden. Zuvor muss das Schiff aber erstmal über die Ems ins 40 Kilometer entfernte Meer kommen. Dazu müssen Wind und Wetter mitspielen: Die Flut muss hoch genug sein. Dann wird das Sperrwerk bei Gandersum kurz vor Emden geschlossen – die Ems wird aufgestaut, damit sie den richtigen Wasserstand für die Überführung hat. Umweltschützern sind die Überführungen der riesigen Schiffe seit Anfang an ein Dorn im Auge. Das Aufstauen der Ems sorge für viele ökologische Probleme, kritisieren die Umweltschützer – von der Störung dort brütender Vögel über die Versalzung der angrenzenden Wiesen bis zu Sauerstoffproblemen für Fische, wenn die Schiffe im Sommerhalbjahr ausgeliefert werden.

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Werftkapitän Thomas Teitge ist zusammen mit seinen Kollegen von der Lotsenbrüderschaft Emden verantwortlich für die Überführung. "Das wird schon Wochen vorher in einem Simulator im holländischen Wageningen geübt", sagt der 53-Jährige. Einige Wochen wird er noch auf dem Kreuzfahrtschiff verbringen. An die Überführung schließen sich Testfahrten auf der Nordsee an. Das Schiff ist auch noch nicht fertig. Letzte Innenausbauten müssen bis zur Übergabe im April noch gemacht werden. Die Crew kommt nach und nach an Bord, ebenso Inventar – von Tassen und Tellern bis zur Bettwäsche.

Der künftige reguläre Kapitän der "Breakaway", Havard Ramsoy, ist bereits an Bord. Er kenne das Schiff schon seit der Konstruktions- und Bauphase, erzählt der 40-Jährige, der für die Reederei Norwegian Cruise Line arbeitet. "Das Aufregendste ist für mich, dass ich auf einem brandneuen Schiff bin. Es ist eine neue Klasse, ein Prototyp. So etwas in Dienst zu nehmen, ist eine große und interessante Herausforderung." (wk·het)

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