Oldenburg Onkel von vermisstem Ex-Rocker erschossen

In Oldenburg ist es am Donnerstagabend zu einer tödlichen Schießerei gekommen. Die Tat hängt laut Ermittlern mit dem Verschwinden eines einstigen Hells Angels-Mitglieds zusammen.
27.07.2017, 22:33
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste

Erst das mysteriöse Verschwinden eines Ex-Rockers, nun stirbt dessen Onkel bei einer Schießerei: Am Donnerstagabend ist in Oldenburg ein 65 Jahre alter Mann durch Schüsse in einem Geschäftsgebäude tödlich verletzt worden. Durch Schläge schwer verletzt wurde zudem bei der Tat ein 60-Jähriger. Die Polizei nahm noch am Tatort in einem Geschäftsgebäude einen 38-jährigen Verdächtigen fest. Gegen ihn ist am Freitag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden.

Der Getötete war der Onkel des seit fast vier Wochen vermissten Rezan Cakici. Der 29-Jährige ist ein ehemaliges Mitglied der Rockergruppe Hells Angels. Der Schwerverletzte ist dessen Vater.

Der Tatverdächtige hat laut Polizei die türkische Staatsangehörigkeit und soll in die JVA Oldenburg überführt werden. Die Tatwaffe wurde sichergestellt. Die Ermittler gehen derzeit von geschäftlichen oder persönlichen Streitigkeiten aus. Ob die Tat grundsätzlich in Verbindung mit dem Rockermilieu gebracht werden kann, ist laut Polizei derzeit Spekulation.

Der Verdächtige und die Opfer sollen sich laut Polizei gekannt haben. Der 38-jährige Verdächtige soll, ebenso wie der Cousin des Vermissten, in dem Geschäftsgebäude arbeiten.

Rezan Cakici wurde laut Polizei am 3. Juli das letzte Mal in Oldenburg gesehen – und zwar in der Nähe des Tatorts. Informationen der "Bild"-Zeitung zufolge war Cakici einst Mitglied bei den "Nomads Turkey Bielefeld". Die Hells Angels warfen den Deutsch-Kurden allerdings raus, weil dieser sich öffentlich gegen die Terrormiliz Daesch und für die Kurden aussprach. (dpa/cah)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+