Nachfolge für Neun-Euro-Ticket Weil schlägt Schüler- und Azubi-Ticket für 30 Euro im Monat vor

Ende August endet das Angebot, den Nahverkehr für neun Euro zu nutzen. Niedersachsens Ministerpräsident Weil hat nun einen Vorschlag gemacht, wie junge Menschen weiter kostengünstig unterwegs sein können.
02.08.2022, 19:23
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

In der Debatte um eine Anschlussregelung für das Neun-Euro-Ticket will Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor allem Schüler, Auszubildende und ehrenamtlich Tätige entlasten. Weitere Bevölkerungskreise könnten später hinzukommen. „In Niedersachsen konzentrieren wir uns vor allem auf Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende“, sagte Weil der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Gerade in dem Alter sei man besonders mobil und es werde auch das Mobilitätsverhalten geprägt.

„Deswegen wollen wir versuchen, dass wir für junge Leute sehr günstige Angebote bieten, beispielsweise mit dem Schüler- und Azubi-Ticket für 30 Euro im Monat – das Land gibt dafür 25 Millionen Euro in diesem Jahr und ab kommenden Jahr 30 Millionen jährlich“, sagte er. Weil schränkte allerdings ein: „Ich wünsche mir sehr, dass wir vom Bund doch noch Signale für eine Weiterfinanzierung erhalten. Dann werden wir gerne eine Anschlusslösung für Norddeutschland vorschlagen, aber meine Hoffnung ist gering, weil sich FDP-Bundesfinanzminister Lindner an dieser Stelle bereits sehr festgelegt hat.“

Es gebe zudem einen Tarifdschungel zwischen Bremen und Niedersachsen, aber vor allem innerhalb Niedersachsens. „Wir haben mehr als 30 Tarifverbunde, das ist viel zu viel, jedenfalls dann, wenn jeder sein eigenes Tarifsystem hat. Ich möchte, dass ein "Ticket für alle" vernünftig funktionieren kann bei uns im Flächenland“, sagte er. Bahnen und Busse würden attraktiv, wenn die Nutzung nicht nur auf einen Tarifverbund beschränkt sei, sondern ein Ticket grenzüberschreitend genutzt werden könne.

Das im Juni gestartete Neun-Euro-Tickets gilt noch im August und ermöglicht bundesweit jeweils für einen Monat günstige Fahrten in Bussen und Bahnen des Nahverkehrs. Da sich bereits mehrere Millionen Menschen für einen Kauf entschieden, gibt es derzeit eine breite Debatte über Nachfolgelösungen.

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