Hannover Polizeiausrüstung wird modernisiert

Hannover. Neue Hightech-Schlagstöcke, mobile Labore, 3-D-Scanner – Niedersachsens Polizei steckt unter Einbindung seiner Basis gerade in einer umfassenden Modernisierung ihrer Ausrüstung. Sie wird auch unter dem Eindruck der jüngsten Terroranschläge angepasst und legt den Akzent auf den Selbstschutz der Beamten sowie auf eine optimierte Arbeit an Tat- und Unfallorten.
18.07.2017, 00:00
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Polizeiausrüstung wird modernisiert
Von Michael Lambek

Hannover. Neue Hightech-Schlagstöcke, mobile Labore, 3-D-Scanner – Niedersachsens Polizei steckt unter Einbindung seiner Basis gerade in einer umfassenden Modernisierung ihrer Ausrüstung. Sie wird auch unter dem Eindruck der jüngsten Terroranschläge angepasst und legt den Akzent auf den Selbstschutz der Beamten sowie auf eine optimierte Arbeit an Tat- und Unfallorten.Die Beteiligung von Einsatzkräften bei Beschaffung und Auswahl der anzuschaffenden Materialien hat nach Angaben von Innenminister Boris Pistorius (SPD) bundesweiten Modellcharakter. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) äußerte sich positiv.

Eine Arbeitsgruppe der Polizei prüft angesichts der umfangreicher werdenden Ausrüstung zur Zeit, welche bisher mitgeführten Materialien künftig wegfallen können. Beamte hatten nach GdP-Angaben geklagt, dass in den Einsatzfahrzeugen kaum noch Platz sei angesichts der immer voluminöser werdenden Ausrüstung. „Die Kollegen sagen uns immer wieder: Wir brauchen mehr Platz, um unter Einsatzbedingungen zu den Orten des Geschehens fahren zu können“, so der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. Die Ausrüstung mit Schutzanzügen, schusssicheren Westen und Helmen sowie anderen Selbstschutz-Materialien habe enorm zugenommen.

Niedersachsens Innenministerium hat seit 2015 die Mittel für die Ausstattung der Polizei von 28 Millionen Euro jährlich auf über 33 Millionen Euro aufgestockt. Zu den getesteten Gegenständen gehören neben schusssicheren Helmen auch ein modernes Lasermessverfahren, das eine zehnmal schnellere und detailliertere Tatort-Auswertung als bisher ermöglicht. Markierungen sind damit nicht mehr nötig. Ein laut Boris Pistorius bundesweit einmaliges mobiles Polizeilabor im Wert von einer halben Millionen Euro soll zudem schnelle Analysen sichern.

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